Energie sparen mit dem richtigen Heizsystem

Vergleicht man die Stromkosten von Betrieben mit Schweinehaltung, so sind oft große Unterschiede festzustellen. Vor allem im Bereich der Stallheizung kann durch die richtigen Maßnahmen viel Geld gespart werden.
Bei der Heizung kann viel Energie gespart werden.
Bei der Heizung kann viel Energie gespart werden.
Erhebungen aus landwirtschaftlichen Betrieben, Buchführungsergebnissen und Literaturrecherchen weisen eine starke Streuung des Energieverbrauchs in Schweineställen auf. Der durchschnittliche Energiebedarf für die Heizung liegt in der Ferkelproduktion und der Ferkelaufzucht bei 70 %. Für die Lüftung werden bei der Zuchtsauenhaltung ca. 25 % und bei der Schweinemast ca. 65 % des gesamten Energiebedarfs benötigt. Die Stromkosten liegen in der Zuchtsauenhaltung zwischen 45 und 110 Euro/Zuchtsau, in der Mastschweinehaltung zwischen ca. 3,20 und 19,20 Euro/Mastplatz. Für die thermische Energiebereitstellung werden in der Zuchtsauenhaltung ca. 18 bis 46 Euro/Tierplatz und in der Schweinemast ca. 2,70 bis 3,80 Euro/Tierplatz aufgewendet. Im Gesamten betrachtet, haben Heizung und Lüftung im Vergleich zu anderen Verbrauchern einen sehr hohen Energiebedarf und sind über das Jahr gesehen schwankenden Temperaturverläufen und weiteren außenklimatischen Bedingungen (Relative Luftfeuchtigkeit, Luftdruck, Windgeschwindigkeit,...) unterworfen.

Autoren: Josef NEIBER und Dr. Stefan NESER, Institut für Landtechnik und Tierhaltung der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft

Weiteres in dieser Ausgabe:

  • 8 Tricks - Damit Sauen keinen Frust schieben.
  • Fütterung tragender Sauen – auf die Kondition kommt’s an
  • Pig News



Aktualisiert am: 17.12.2010 18:21
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