Emmi will vor allem im Ausland weiter wachsen

Der Schweizer Molkereikonzern Emmi geht für 2011 von einem Umsatzplus zwischen 3% und 5% aus. Dazu soll in diesem Jahr vor allem ein Wachstum von 10% bis 15% auf den internationalen Märkten beitragen, wie das Unternehmen laut Dow Jones News in Luzern mitteilte.
Der Schweizer Milchkonzern Emmi konnte im vergangenen Jahr ein beträchtliches Wachstum  verzeichnen und will in Zukunft vor allem im Ausland weiter wachsen.
Der Schweizer Milchkonzern Emmi konnte im vergangenen Jahr ein beträchtliches Wachstum verzeichnen und will in Zukunft vor allem im Ausland weiter wachsen.
Mittel- bis langfristig strebt Emmi demnach im Ausland ein Mengenwachstum von 6% bis 8% an. Auf dem inländischen Markt rechnet der Konzern für 2011 hingegen nur mit einer Steigerung um bis zu 3%. Unter dem Strich wird für dieses Jahr ein Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) zwischen 120 und 140 Mio. Franken (CHF) oder umgerechnet 92 bis 108 Mio. Euro erwartet.

Konsumstimmung stabil
Grundlage der Wachstumsperspektive von Emmi ist unter anderem die Einschätzung, dass die Konsumstimmung in der Schweiz und den beiden wichtigsten Auslandmärkten USA und Deutschland im laufenden Jahr stabil bleiben wird. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010 erzielte der Molkereiriese nach den jüngsten Angaben einen Nettoumsatz von 2,68 Mrd. Franken (2 Mrd. Euro), das bedeutet ein Plus von 2,5% im Vergleich zu 2009. Der Reingewinn stieg um 14,3% auf 86,1 Mio. Franken oder 66 Mio. Euro Als Gründe für die deutliche Gewinnsteigerung nennt Emmi die gute Entwicklung der jüngsten Akquisitionen, ein erfreuliches Auslandswachstum sowie ein striktes Kostenmanagement.

Verarbeitung um fast 40 Mio. kg gestiegen
In der Schweiz erhöhte sich der Nettoumsatz 2010 um 0,4% auf 1,95 Mrd. Franken gegenüber 1,94 Mrd. im Vorjahr. Der Anteil des eidgenössischen Geschäfts am gesamten Emmi-Konzernumsatz belief sich auf 73%. Auf den internationalen Märkten erreichte die Molkerei ein Umsatzplus von 8,4% auf 731,8 Mio. Franken. Im vergangenen Jahr steigerte Emmi seine Milchverarbeitung in der Schweiz um 39 Mio. kg auf 873 Mio kg, die von 6.500 Bauern geliefert wurden. Zudem wurden 40 Mio. kg Rahm zugekauft und verarbeitet. An den drei Auslandsstandorten Trentinalatte in Italien sowie Emmi Roth USA und CASP in den Vereinigten Staaten verwertete das Unternehmen weitere 79 Mio. kg Milch. In Österreich ist das Unternehmen über eine Tochtergesellschaft in Vorarlberg vertreten. (AIZ)

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Aktualisiert am: 11.04.2011 11:15
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