Elektrische Antriebe in Landmaschinen

Die Elektrifizierung der Landtechnik schreitet voran. Viele Hersteller und Forschungsanstalten haben in den letzten Jahren meist in Form von Prototypen aufgezeigt, wo die Elektrik Vorteile bietet. Bis zum Durchbruch der Serienreife gibt es aber noch einige Probleme zu lösen.
Feldhäcksler mit elektrisch betriebenem Vorsatz.
Feldhäcksler mit elektrisch betriebenem Vorsatz.
Im Jahre 1892 meldete Rudolf Diesel ein Patent für eine Verbrennungskraftmaschine an. Diese erhielt in den weiteren Jahren umgangssprachlich den Namen „Dieselmotor“, der – in zeitgemäßer Form – bis heute seine Dienste in unseren Fahrzeugen leistet. Ein wesentlicher Grund für seine Dominanz ist die hohe Energiedichte des Dieselkraftstoffes. Allerdings steigt der Preis für fossile Kraftstoffe kontinuierlich und ein deutlicher Rückgang ist nicht zu erwarten. Wenn am Arbeitselement einer Landmaschine (z.B. Rotor oder Kreisel) eine konstante Drehzahl gefordert wird, dann lässt sich die Getriebestufung meist so wählen, dass der Verbrennungsmotor im Bereich des höchsten Wirkungsgrades betrieben wird.
Sind jedoch verstellbare Drehzahlen erforderlich, dann werden diese in der Landtechnik meistens mittels Hydraulik realisiert. Deren Effizienz ist leider geringer als direkte mechanische Antriebe (bis zu ~80 %). Elektromotoren weisen in der Regel einen höheren Wirkungsgrad auf (bis zu ~95 %). Um sie mobil einsetzen zu können, bräuchte man große, schwere Batterien als Speicher, zur Bereitstellung elektrischer Energie. Daher ist es naheliegend die hohe Energiedichte des Dieselkraftstoffes mit der hohen Effizienz der Elektrik zu kombinieren und mit dem Dieselmotor einen elektrischen Generator zu betreiben, mit dessen erzeugtem Strom ein Elektromotor angetrieben wird. Die Eigenschaften elektrischer Leistungsantriebe wurden in einigen Forschungsprojekten theoretisch und anhand von Funktionsmustern sowie Prototypen untersucht.

Details zu diesen Forschungsprojekten wo Effizienz, Gewicht, Kosten und Standardisierung beleuchtet werden lesen Sie in der Ausgabe 24/2011 unserer Fachzeitschrift „Der fortschrittliche Landwirt“.

Aktualisiert am: 06.12.2011 08:08
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