Eisl: Nachträgliche Milch-Preissenkungen verärgern Bauern

Die Alpenmilch Salzburg setzte für April den Erzeugermilchpreis im Nachhinein herunter – für den Agrarlandesrat Eisl ein verständliches Ärgernis für die Bauern. Auch den Bauern sollte es möglich sein, vorab zu wissen, mit wie viel Geld sie am Monatsende rechnen dürfen.
Dass die Alpenmilch Salzburg ihren Erzeugermilchpreis rückwirkend gesenkt hat, verärgert die Bauern verständlicher Weise.
Dass die Alpenmilch Salzburg ihren Erzeugermilchpreis rückwirkend gesenkt hat, verärgert die Bauern verständlicher Weise.
"Eine gute Vertrauensbasis ist Voraussetzung für eine solide Geschäftsbeziehung. Wenn jedoch ein Verarbeiter nachträglich Preise senkt, geht eine wichtige Basis für die Zusammenarbeit verloren", erklärte Salzburgs Agrarlandesrat Sepp Eisl in Reaktion auf die Ankündigung der Alpenmilch Salzburg Ende der Vorwoche, den Erzeugermilchpreis für den Monat April rückwirkend zu senken.

Preise im Nachhinein richten
Davon betroffen sind rund 2.500 Milchlieferanten. "Wie jeder andere Produzent soll auch der Landwirt vorab wissen, wie viel er am Monatsende für seine Milch bekommt. Bei einem normalen Handelsgeschäft kann sich keiner der Partner im Nachhinein den Preis richten. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass solche nachträgliche Preissenkungen nicht durchgeführt werden", so Eisl. (AIZ)

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Aktualisiert am: 03.05.2010 21:11
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