Einstieg in die Mutterkuhhaltung

Jede Umstellung ist mit Risiko verbunden. Etwas Neues zu beginnen, die gewohnten Wege zu verlassen, verursacht Unsicherheit und Unbehagen. Diese ÖAG-Broschüre soll dazu beitragen, dass die Umstellung geplant und gezielt erfolgt und dass die notwendigen Schritte gesetzt werden. Der Betriebsführer soll Fehler vermeiden und damit die Wirtschaftlichkeit des Betriebszweiges Mutterkuhhaltung sicherstellen.
Die nächste Generation auf einem Zuchtbetrieb.
Die nächste Generation auf einem Zuchtbetrieb.
Die Mutterkuhhaltung ist sehr vielfältig und die Produktionsverfahren können sehr gut an die vorgegebenen Betriebsverhältnisse angepasst werden. Der Bogen reicht von der Erzeugung von Einstellern zur Produktion von schlachtfertigen Jungrindern über die Zucht bis hin zur intensiven Ausmast am Betrieb. Die Entscheidung richtet sich nach Futterangebot, Stallbauten und nach der zur Verfügung stehenden Arbeitszeit. Die Neigung des Betriebsführers ist für diese Entscheidung sehr wichtig, weil zB für die Zucht eine sehr intensive Betreuung der Tiere notwendig ist.
Für die Entscheidung sind neben Betriebsbesuchen auch die angebotenen Seminare der Landwirtschaftskammern hilfreich. In vielen Bundesländern werden Arbeitskreise für die Mutterkuhhalter angeboten. Die ÖAG-Broschüre „Management – der Schlüssel zum Erfolg“ bietet einen sehr guten Überblick über die jeweiligen Produktionsverfahren. Neben den betrieblichen Möglichkeiten stellen die Absatzmöglichkeiten ein wichtiges Entscheidungskriterium dar. Dies betrifft vor allem die Jungrinderproduktion, die von den Vermarktungsmöglichkeiten abhängig ist.

Text von DI Rudolf GRABNER, LLWK STMK; DI August BITTERMANN und DI Daniel HEINDL, LWK NÖ


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Aktualisiert am: 11.01.2005 11:42
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