Einheitswerte: Reform ist beschlossen

Zur Ermittlung der neuen Einheitswerte bleiben weiterhin die natürliche und wirtschaftliche Ertragsbedingungen diewichtigste Grundlage für die Gewinnermittlung.
Die Reform der Einheitswerte ist nun vom Parlament beschlossen. Die Vollpauschalierung bleibt, unter anderen Kriterien.
Die Reform der Einheitswerte ist nun vom Parlament beschlossen. Die Vollpauschalierung bleibt, unter anderen Kriterien.
Nach fast einem Vierteljahrhundert ist die Einheitswertreform nun gefestigt, mit dem Parlamentsbeschluss werden die Neuerungen nun wirksam.

Verkehrswert verhindert

„Die Abgabenberechnung basierend auf dem Verkehrswert hätte fatale Auswirkungen gehabt und konnte erfolgreich verhindert werden. Unsere Bauern bewirtschaften den Boden und erzielen Gewinne aus der Ernte. Darum können für die Steuerleistung auch keine theoretischen Boden-Verkaufspreise herangezogen werden. Das beschlossene Einheitswertsystem – auf Basis des bewährten - fußt hingegen weiterhin auf den natürlichen Ertragsbedingungen, schließt aber öffentliche Zahlungen und die Intensität der Bewirtschaftung künftig mit ein. Das schafft Verhältnismäßigkeit innerhalb der Landwirtschaft“, konstatiert LK NÖ Präsident Schultes. Im Unterschied zum Erstentwurf wurden im Endspurt der Verhandlungen außerdem Nachbesserungen bei der Bewertung von Schweine- und Stiermastbetrieben sowie im Obstbau erzielt. Von extremer Trockenheit betroffene Gebiete können auch mit einem Abschlag beim Einheitswert rechnen. Durch eine jährliche automatische Fortschreibung der Einheitswerte wird das System flexibler und trägt den jeweiligen Entwicklungen Rechnung.


Pauschalierung weiterhin Grundlage des bäuerlichen Steuersystems

Durch die Vollpauschalierung kann der bürokratische Aufwand für einen Großteil der Betriebe minimal gehalten werden. Dennoch werden mit der Absenkung der Pauschalierungsgrenzen schätzungsweise 5–7 % der Betriebe aus der Pauschalierung herauswachsen und künftig entweder mit der Teilpauschalierung oder einer anderen Form der Ergebnisfeststellung ihre Steuergrundlagen errechnen.

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Aktualisiert am: 16.11.2012 09:39
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