Einfluss der Säugezeit auf die Leistung in der Ferkelaufzucht

Ferkel können auch schon nach drei Wochen erfolgreich abgesetzt werden und bei guten Umweltbedingungen ebenso gute Leistungen bringen wie diejenigen, die nach vier oder fünf Wochen abgesetzt werden. Nicht ganz klar war bisher, welchen Einfluss die natürliche Variation der Säugedauer hat.
Diese bewegt sich in der Praxis zwischen den etablierten Standardsäugezeiten von 21 oder 28 Tagen. Um die Fruchtbarkeitsleistung der Sauen zu maximieren werden 24- 26 Säugetage propagiert.

Körpergewicht beim Absetzen und die Verdauungsfähigkeit von festen Futterbestandteilen für die spätere Ferkelaufzucht entscheidend

Untersuchungen des LfULG im Lehr- und Versuchsgut Köllitsch über sechs Jahre mit rund 6.000 Ferkeln aus fast 700 Würfen in 47 Abferkeldurchgängen zeigen jetzt ein genaueres Bild. Ferkel, die 28 Tage oder mehr gesäugt werden, haben ein höheres Absetzgewicht und bringen signifikant bessere Leistungen in der anschließenden Aufzucht als diejenigen, die nur 24 - 26 Tage Säugezeit hatten. Aber auch Ferkel mit weniger als 24 Tagen Säugezeit können vergleichbare Zunahmen erreichen, weil sie vermutlich beim Absetzen stärker von der maternalen Immunität profitieren. Gerade die mit Blick auf die Sauenfruchtbarkeit geforderten 24-26 Tage Säugezeit sind für die Ferkelaufzucht eher ungünstig. Entscheidend für die Aufzuchtfähigkeit der Ferkel ist aber neben dem absoluten Körpergewicht beim Absetzen vor allem die Verdauungsfähigkeit für feste Futterbestandteile. Diese ist bei älteren Ferkeln sicherer gegeben. (Quelle: Landwirtschaftskammer Sachsen)


Autor:
Aktualisiert am: 31.10.2009 09:16
Landwirt.com Händler Landwirt.com User