Ein sicherer Weidezaun erspart viel Ärger

Damit die Rinder innerhalb des Zaunes bleiben, muss dieser intakt sein. Mobile und fixe Zäune unterscheiden sich in der Machart, ein gutes Leitermaterial und passende Stromversorgung benötigen aber beide.
Der tote Mann (Querbalken) stützt zusätzlich die Eckpfähle.
Der tote Mann (Querbalken) stützt zusätzlich die Eckpfähle.
Grundsätzlich gilt es zwei Zaunarten zu unterscheiden. Der Mobilzaun wird, dort eingesetzt wo die Weidefläche nur für einen gewissen Zeitraum eingezäunt wird um die Einzäunung einfach auf und abzubauen. Dafür sollen Kunststoff-, Glasfiber- und Federstahlpfähle verwendet werden. Bei Kunststoffpfählen sollte auf die UV-Beständigkeit geachtet werden, da die UV-Strahlung Kunststoff spröde macht und die Pfähle dann leicht brechen. Die Eck- oder Torpfähle sollten aus verzinktem Winkeleisen hergestellt sein. Bei mobiler Nutzung von Leitermaterialien sollte vor allem auf die Machart geachtet werden. Man unterscheidet hier klassische Bänder und Litzen. Bänder haben den Nachteil, dass diese sich beim Wiederaufrollen leicht eindrehen, bei Litzen ist das nicht der Fall. Allerdings sollte man hier den gewaltigen Unterschied der klassisch gedrehten und den geflochtenen Litzen beachten. Eine gedrehte Litze wird leider beim oftmaligen auf- und abspulen sehr stark beansprucht und dadurch in der wichtigsten Funktion – der Leitfähigkeit – stark beeinträchtigt.

Auf den Widerstand achten
Bei Bändern und Litzen ist auf den Widerstand in Ohm zu achten. Dieser muss auf dem Produkt angegeben sein und es gilt: je weniger desto besser. Dies bedeutet z.B. Widerstand von 0,08 Ohm – der Strom kann optimal, eben ohne großen Widerstand – fließen und der Zaun darf eine Länge bis zu 13.000 m haben. Ist z.B. ein Widerstand von 4,5 Ohm angegeben, so sollte der Zaun wirklich nicht länger sein als max. 250 m.

Fixzaun für viele Jahre
Der stabile Fixzaun wird einmal montiert und bleibt dann für Jahre fix stehen. Hier ist die Montage nicht ganz so ein einfach, dafür ist er stabil und langlebig. Hier ist der Stahldraht das Leitmaterial. Dieser ist, je nach einzuzäunender Tierart – von 1,6–2,5 mm erhältlich. Der 2,5 mm starke Draht ist zwar teurer, besitzt aber eine bessere Leitfähigkeit. Der Widerstand liegt hier bei 0,035 Ohm. Daraus ergibt sich eine optimale Stromversorgung.

Autoren: Alexandra und Franz ZLABINGER, Rastenfeld

Den gesamten Beitrag können Sie im LANDWIRT Ausgabe 18 nachlesen.

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Aktualisiert am: 04.09.2013 12:51
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