Sauenhaltung - Ein großer Wurf!

Viele Ferkel lassen das Herz des Bauern höher schlagen. Das Management großer Ferkelzahlen ist aber auch eine besondere Herausforderung.
15 bis 20 Ferkel pro Wurf sind keine Einzelfälle mehr. (Foto: Archiv)
15 bis 20 Ferkel pro Wurf sind keine Einzelfälle mehr. (Foto: Archiv)
Der Trend zur Zucht immer fruchtbarerer Sauen scheint kein Ende zu nehmen. Die Anzahl der lebend geborenen Ferkel pro Jahr ist in den letzten 15 Jahren um zirka sechs Stück gestiegen. Absetzen konnte die Sau jährlich im Durchschnitt um fünf Ferkel mehr. Geburten mit 15 bis 20 lebend geborenen Ferkeln pro Sau sind keine Ausnahme mehr. Superfruchtbare Sauen werden immer mehr die Norm, jedoch verlangt das Management dieser Sauen auch deutlich mehr Bemühungen, um deren Potenzial ausschöpfen zu können. Die Sau muss wie ein Hochleistungssportler behandelt werden, um eine entsprechende Lebensleistung erzielen zu können. Vor allem um kleine Ferkel muss man sich entsprechend kümmern. Denn deren Entwicklung bis zum Absetzen beeinflusst maßgeblich die Aufzucht- und Mastleistung. Die großen Würfe sind also nicht nur ein Segen, sondern bringen auch einige Herausforderungen, sowohl für den Landwirt, als auch für die Muttersau, mit sich.


Behandle die Sau wie eine Hochleistungssportlerin!
Sehr große Ferkelanzahlen pro Wurf bedeuten auch eine Verlängerung der Geburtsdauer um durchschnittlich drei Stunden. So kann es durchaus vorkommen, dass eine Geburt nicht mehr nach drei bis fünf Stunden abgeschlossen ist, sondern, dass die superfruchtbare Sau sechs bis neun Stunden in den Wehen liegt. Durch die Verlängerung der Geburtsdauer steigt die Belastung der Sau wesentlich an, und das Risiko, dass sie „aufgibt“, wird höher. Im Extremfall kann eine übermäßige Kreislaufbelastung der Sau zu Herzversagen führen. Bei Ermüdung der Gebärmutter lässt die Wehentätigkeit nach und die Ferkel können durch die verlängerte Zeit im Geburtskanal einen Sauerstoffmangel erleiden. Aus diesem Grund ist es wichtig die Ernährung der Sau anzupassen. Durch eine Steigerung des Rohfaseranteils vor der Geburt kann die Anzahl der lebensschwachen und totgeborenen Ferkel sowie die Saugferkelverlustrate signifikant verringert werden.

Den Artikel von Alexander Oppeneder in voller Länge und mit detaillierten Tipps zur Versorgung der Sau und der Ferkel in der Geburtsphase finden sie in der LANDWIRT Ausgabe 18/2018 Bestellen Sie hier kostenlos und unverbindlich Ihr Probeheft Ausgabe 18/2018 (solange der Vorrat reicht)

Aktualisiert am: 14.09.2018 10:56