Ebermast funktioniert nicht überall

Ab Januar 2019 dürfen Schweine nur noch unter Betäubung kastriert werden. Eine Alternative ist die Ebermast. Aber nicht für alle, erklärte Dr. Heinz Schweer (VION) im LANDWIRT Interview.
Voraussetzung für die Ebermast ist eine getrenntgeschlechtliche Vermarktung.
Voraussetzung für die Ebermast ist eine getrenntgeschlechtliche Vermarktung.
Es wird probiert, diskutiert, sich geweigert. Feststeht, dass der Tierschutz immer weitere Kreise in der deutschen Landwirtschaft zieht. Ab 2019 dürfen Schweine nur noch unter Betäubung kastriert werden. Eber zu mästen, ist ein Ausweg, der aber nicht überall umzusetzen sein wird. Dr. Heinz Schweer, Direktor Landwirtschaft VION Deutschland, bringt auf den Punkt, worauf es ankommt.

LANDWIRT:Worin unterscheiden sich Eberschlachtkörper von Schlachtkörpern kastrierter Eber?
Dr. Heinz Schweer: Die Eberschlachtkörper sind magerer als die von Börgen. Sie haben zwar eine etwas schlechtere Ausschlachtung, dafür eine bessere Futterverwertung.

LANDWIRT:Raten Sie Landwirten, auf Ebermast umzustellen?
Dr. Heinz Schweer: Wenn alle morgen auf Ebermast umstellen, wäre es eine Katastrophe. Landwirte müssen sich darauf vorbereiten, sie müssen Erfahrung sammeln. Ich kann nur jedem Schweinehalter empfehlen, sich beraten zu lassen und zu testen. Ebermast funktioniert nur in Strukturen, in denen Landwirte die Tiere getrenntgeschlechtlich halten und auch vermarkten können.

Wie VION sicherstellt, dass kein geruchsauffälliges Fleisch in den Supermarkt gelangt und wie sich der Eberfleischmarkt entwickeln wird erfahren Sie im LANDWIRT Ausgabe 21.

Autor: Lena Adlhoch
Aktualisiert am: 21.10.2013 18:37

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