EU verbietet Rindfleischimport aus Brasilien

Wegen des Ausbruchs der Maul- und Klauenseuche (MKS) in Brasilien haben wichtige Abnehmerländer ihre Grenzen für brasilianisches Rindfleisch in der vergangenen Woche geschlossen.
Aufgrund der MKS vergibt die EU ein Importverbot auf bestimmte Teile von Brasilien.
Aufgrund der MKS vergibt die EU ein Importverbot auf bestimmte Teile von Brasilien.
Während unter anderem die USA und Japan kein Rindfleisch aus Brasilien mehr in ihr Land lassen, beschränkte die Europäische Union ihr Importverbot auf bestimmte Teile des südamerikanischen Landes. Der Ständige EU-Ausschuss für die Lebensmittelkette und die Tiergesundheit billigte den Vorschlag der Europäischen Kommission, den Import von Rindfleisch aus den brasilianischen Regionen Mato Grosso do Sul, Parana und Sao Paolo zu verbieten. Das EU-Embargo bezieht sich auf entbeintes und gereiftes Fleisch, das nach dem 29. September dieses Jahres geschlachtet wurde. Nach Angaben der Industrie betrifft das EU-Importverbot rund 55 % bis 60 % der Lieferungen von brasilianischem Rindfleisch in die Gemeinschaft und etwa 60 % der Rinderhalter des südamerikanischen Landes.

Der Präsident des irischen Bauernverbandes, John Dillon, hatte zuvor verlangt, sämtliche Importe von brasilianischem Rindfleisch in die Europäische Union zu verbieten. Die größte Gefahr, die von brasilianischem Rindfleisch ausgehe, seien die unklare Herkunft und die mangelhafte Rückverfolgbarkeit, sagte Dillon auf der Allgemeinen Nahrungs- und Genussmittel-Ausstellung (Anuga) in Köln. Die Verbraucher in der EU würden von den europäischen Landwirten zu Recht die Einhaltung hoher Standards verlangen. Die gleichen Anforderungen müssten jedoch auch von Drittländern erfüllt werden, die ihre Produkte in die Gemeinschaft lieferten.


Aktualisiert am: 03.11.2005 18:03
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