EU eröffnet Verkauf von Butter und Magermilchpulver aus der Intervention

Auf Vorschlag der EU-Kommission wurde vergangenen Donnerstag im Verwaltungsausschuss in Brüssel eine Verordnung über die Eröffnung der Verkaufsausschreibung von Butter und Magermilchpulver aus der Intervention verabschiedet.
Die EU beginnt wieder mit der Auslagerung von Butter und Magermilch aus der Intervention.
Die EU beginnt wieder mit der Auslagerung von Butter und Magermilch aus der Intervention.
Aufgrund der guten Marktlage will die EU-Kommission mit der Auslagerung von Butter und Magermilchpulver beginnen. Unter den EU-Mitgliedstaaten fand sich keine Mehrheit dafür. Das Angebot aus der Intervention könnte das noch labile Preisgefüge durcheinanderbringen, fürchten einige Länder (darunter auch Österreich). Die Brüsseler Behörde argumentierte mit der deutlichen Erholung der Preise für Molkereiprodukte. Außerdem versicherte die Kommission, sie werde "mit großer Vorsicht Mengen im Ausschreibungsverfahren akzeptieren".

Höchstinterventionsmengen rasch erreicht
Bei dieser Ausschreibung handelt es sich um 25.000 t Butter und rund 65.000 t Magermilchpulver aus den Beständen der EU. Die ersten Verkaufsgebote sind bis 01.06.2010 einzureichen, die ersten Zuschläge können am 03.06. im Verwaltungsausschuss erteilt werden. Aufgrund der angespannten internationalen Milchmarktlage war es ab März 2009 wieder möglich, Butter und Magermilchpulver im Rahmen der Intervention einzulagern, um für eine Entspannung am Markt zu sorgen. Die Höchstmengen von 30.000 t für Butter und 109.000 t für Magermilchpulver waren rasch erreicht. Danach wurden diese Produkte mittels Ausschreibungsverfahren für die öffentliche Intervention angeboten. Per Anfang Mai 2010 umfassten die öffentlichen EU-Lager 78.873 t Butter und 256.336 t Magermilchpulver. (AIZ)

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Aktualisiert am: 22.05.2010 12:21
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