EU: den Negativtrend der Schafhaltung umkehren

Infolge von sinkenden EU-Schaffleisch-Produktionen und Importen riefen die EU-Bauern und Genossenschaftsverbände Copa/Cogeca zu einer besonderen Berücksichtigung und Förderung von dessen Erzeugung in der künftigen Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) auf.
Die Schafhaltung geht europaweit zurück. Nun soll der Sektor in der nächsten Agrarreform gestärkt und für Einsteiger attraktiv gestaltet werden, wünscht sich die Copa/Cogeca. Das Bild zeigt eine Herde  der seltenen Krainer Steinschafe.
Die Schafhaltung geht europaweit zurück. Nun soll der Sektor in der nächsten Agrarreform gestärkt und für Einsteiger attraktiv gestaltet werden, wünscht sich die Copa/Cogeca. Das Bild zeigt eine Herde der seltenen Krainer Steinschafe.
Der Vorsitzende der Copa/Cogeca-Arbeitsgruppe für Schaf- und Ziegenzüchtung Emmanuel Coste mahnte vor den Folgen eines weiteren Produktions- und Importrückgangs. Die Einfuhren in die EU sind in einem Zeitraum von 2007 bis 2010 um 11% gesunken. Voraussichtlich wird sich dieser Abwärtstrend 2011 fortsetzen.

hohe Produktionskosten führen zu Rückgang der Sparte

Trotz guter Preise für Lamm- und Schaffleisch kommen die Bauern durch die hohen Produktionskosten unter Druck, was eine weitere Abwanderung aus den ländlichen Gebieten der EU zur Folge hätte, klagt Coste. Für eine ausreichende Versorgung der Verbraucher muss die EU, bei einer weltweit steigenden Nachfrage und einer gleichzeitig niedrigen Produktion, einen produktiven Schaffleischsektor sicherstellen, so Coste weiter. Copa-Cogeca-Generalsekretär Pekka Pesonen appellierte an die EU-Kommission im Rahmen der GAP-Reform gezielte Maßnahmen zur Belebung der Produktion und Konsumation von Schaffleisch zu setzen und somit auch junge Landwirte für einen Einstieg in den Sektor zu begeistern. Überdies soll eine entsprechende Marketing-Aktion den Verbrauch von hochwertigen Produkten aus Schaffleisch steigern. Age


Aktualisiert am: 24.05.2011 09:59
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