EU bietet Magermilchpulver öfter an

Ab August 2018 sollen in Brüssel die Verkaufsausschreibungen für Magermilchpulver aus der öffentlichen Lagerhaltung zweimal statt bisher einmal im Monat stattfinden.
Durch die häufigeren Verkaufstermine sollen die hohen Interventionsbestände bei Magermilchpulver in der EU rascher verringert werden. Foto: Filimages/shutterstock.com
Durch die häufigeren Verkaufstermine sollen die hohen Interventionsbestände bei Magermilchpulver in der EU rascher verringert werden. Foto: Filimages/shutterstock.com
Bei der jüngsten Ausschreibung am 17. Juli 2018 wurde laut AMA eine Menge von 27.768 t Magermilchpulver aus der Intervention angeboten. Die Gebote dafür lagen zwischen 95,80 und 120,00 Euro/100 kg. Der Zuschlag wurde für alle Gebote ab 112,50 Euro/kg erteilt. Die tatsächlich verkaufte Menge an Magermilchpulver belief sich damit nur auf 2.408 t, das ist der niedrigste Wert seit Jänner 2018.

Über 300.000 t Magermilchpulver auf Lager

Im April, Mai und Juni 2018 konnten jeweils wesentlich höhere Mengen - zwischen 23.000 und 42.000 t - abgesetzt werden. Seit Jahresbeginn 2018 wurden rund 102.000 t Magermilchpulver aus Interventionsbeständen verkauft. Damit befindet sich nach wie vor eine relativ große Menge dieses Milchprodukts (rund 305.000 t) in den öffentlichen Lagerhallen.

Interventionspreis liegt über der aktuellen Notierung

Die Notierung für Magermilchpulver lag nach Angaben der EU-Kommission zu Jahresbeginn 2018 im EU-Mittel bei 143 Euro je 100 kg und sank bis April kontinuierlich auf 132 Euro. Dann setzte ein positiver Preistrend ein, der bis Mitte Juni anhielt und eine Erhöhung auf 154 Euro je 100 kg ergab. Seither tendiert die Notierung wieder leicht nach unten. Mitte Juli lag sie bei 149 Euro, die Vorjahreslinie wurde damit um 18 % unterschritten. Der Interventionspreis für Magermilchpulver liegt bei 169,80 Euro je 100 kg.

Billiger als in Australien und Neuseeland, teurer als in den USA

Am Weltmarkt ist Magermilchpulver aus der EU derzeit im Mittel spürbar billiger als in Ozeanien, aber etwas teurer als in den USA, wo ebenfalls große Lagerbestände vorhanden sind. Die Notierungen (in US-Dollar) konnten im Juli sowohl in Ozeanien als auch in den USA um etwa 2 % zulegen.

Aktualisiert am: 30.07.2018 14:57