EU-Windkraft kann sich bis 2020 verdreifachen

Der Europäische Windenergieverband (EWEA) sieht gute Ausbauchancen, obwohl die Wachstumsziele in den einzelnen Mitgliedstaaten sehr unterschiedlich sind. Ein fester EU-Rechtsrahmen nach 2020 wäre aber wichtig. Laut EWEA schafft Windenergie Arbeitsplätze und erhöht die Wettbewerbsfähigkeit Europas.
Die EWEA ist überzeugt, dass die Europäische Union bis 2030 etwa 1,5 Mio GWh Windenergie produzieren und damit 28 % des Energiebedarfs decken wird.
Die EWEA ist überzeugt, dass die Europäische Union bis 2030 etwa 1,5 Mio GWh Windenergie produzieren und damit 28 % des Energiebedarfs decken wird.
Mit dem fortgesetzten Ausbau von Windrädern auf dem Festland und im Meer wird sich die Windkraft bis 2020 in der Europäischen Union mehr als verdreifachen lassen. Davon geht zumindest der EWEA aus. In seinem neuesten Bericht erklärte der EWEA, in zehn Jahren werde die Windkraft 581 000 GWh Energie produzieren und damit knapp 16 % des Energiebedarfs in der EU decken. Damit könnten rein rechnerisch alle Haushalte in Frankreich, Deutschland, Polen, Spanien und Großbritannien versorgt werden. Dafür seien allerdings Investitionen in Höhe von 194 Mrd Euro in den Neubau von Windkraftanlagen notwendig. Die Windkraft helfe nicht nur der europäischen Verpflichtung, die Treibhausgasemissionen zu reduzieren, sie treibe vielmehr auch die Abkehr von teuren fossilen Brennstoffen voran, schaffe Arbeitsplätze und mache Europa wettbewerbsfähiger unterstrich der EWEA. Außerdem sei mit Hilfe der Windenergie eine sichere und erneuerbare Stromerzeugung in Europa möglich. Derzeit steuert die Windenergie nach EWEA- Angaben mit 182 000 GWh erst 5,3 % zum EU-Energiebedarf bei; damit können umgerechnet 50 Millionen EU-Haushalte versorgt werden.

50 Millionen EU-Haushalte
Die Ausbauraten in den einzelnen Mitgliedstaaten unterschieden sich deutlich voneinander, berichtet der EWEA und bezieht sich damit auf die einzelnen nationalen Strategien. Irland will demnach beispielsweise seine Windenergie bis 2020 vervierfachen und dann mehr als die Hälfte des Energiebedarfs daraus decken. Auch Dänemark plant mit einem Anteil von 38 % in zehn Jahren einen großen Teil der benötigten Energie mit Windkraft zu gewinnen. Dafür müssen die Dänen ihre aktuelle Produktion um das Anderthalbfache steigern. Deutschland, Großbritannien, Griechenland, die Niederlande, Litauen und Bulgarien wollen etwa ein Fünftel der Energieerzeugung durch Wind erreichen. Mit Anteilen von 4 % bis 5 % sind die Ausbauziele in Finnland, Tschechien, Ungarn, Lettland und der Slowakei eher klein. Im Vergleich zum aktuellen Zustand bedeutet dies aber auch hier eine deutliche Steigerung. Die EWEA ist überzeugt, dass die Europäische Union bis 2030 etwa 1,5 Mio GWh Windenergie produzieren und damit 28 % des Energiebedarfs decken wird. Unter Beibehaltung der derzeitigen Trends könnte bis 2050 sogar die Hälfte der gesamten europäischen Energieversorgung mit Windkraft geleistet werden.


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Aktualisiert am: 10.08.2011 08:52
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