EU-Sonderausschuss zu Glyphosat

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Ein Sonderausschuss soll das Zulassungsverfahren von Glyphosat untersuchen. Vor allem soll die Frage geklärt werden, ob Firmen die wissenschaftliche Bewertung des Wirkstoffs unzulässig beeinflusst haben.
Ein Sonderausschuss soll die Zulassung von Glyphosat untersuchen. (Foto: defotoberg/shutterstock)
Ein Sonderausschuss soll die Zulassung von Glyphosat untersuchen. (Foto: defotoberg/shutterstock)
Das EU-Parlament wird einen Sonderausschuss einsetzen, der sich mit dem Zulassungsverfahren von Glyphosat beschäftigt. Das Gremium aus Vorsitz und 30 Mitgliedern soll noch in dieser Woche bestimmt werden und für neun Monate im Amt sein.

Monsanto-Papers im Fokus
Dem Parlamentsbeschluss zufolge soll der Ausschuss vor allem die sogenannten „Monsanto Papers“ und das EU-Zulassungsverfahren für Pflanzenschutzmittel unter die Lupe nehmen. Dabei soll auch die Rolle der EU-Kommission ins Visier genommen werden.

Interessenkonflikte aufdecken
Zudem ist vorgesehen, die personelle und finanzielle Ausstattung beratender EU-Agenturen, wie etwa der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA), zu untersuchen. Auch mögliche Interessenkonflikte verschiedener Teilnehmer des Zulassungsverfahrens sollen von dem Sonderausschuss untersucht werden. Außerdem soll geklärt werden, ob Konzerne die wissenschaftliche Bewertung des Mittels unzulässig beeinflusst haben könnten.


Autor: Lena Adlhoch
Aktualisiert am: 07.02.2018 07:45