EU-Schweineproduktion rückläufig

Wie die ISN berichtet, wirken sich die steigenden Energie- und Futtermittelkosten stark auf die Schweineproduktion in der EU aus.
Der Anstieg der Futtermittelpreise und Energiekosten hat den Schweineproduzenten europaweit erhebliche finanzielle Verluste beschert und tut dies teilweise immer noch. Die Konsequenzen aus dem Missverhältnis Produktionskosten - Erlösmöglichkeiten sind heute zu beobachten. In nahezu allen EU-Ländern geht der Schweinebestand zurück, teilweise muss von regelrechten Einbrüchen gesprochen werden.

Für die EU insgesamt liegen noch nicht genügend Daten vor, um eine exakte Produktionsschätzung vorzunehmen. Nach den bisher bekannten Viehzählungsergebnissen aus 10 Ländern, die etwa drei Viertel des Marktes repräsentieren, hat sich der Schweinebestand mindestens um 8 Millionen Tiere gegenüber dem Vorjahr verringert. Der Bestand an tragenden Sauen ist dabei etwa um 10 Prozent geschrumpft. Auch wenn die Repopulierung daran einen gewissen Anteil hat und der Produktivitätsfortschritt mehr Ferkel je Sau bringen wird, ist mit einem sich verstärkenden Angebotsrückgang in der EU zu rechnen. Dieser dürfte ab dem vierten Quartal bis weit ins neue Jahr hinein spürbar sein, mit Abnahmeraten, die durchaus bei etwa 4 bis 5 Prozent liegen könnten.

Im Vergleich zu Dänemark, Spanien und den osteuropäischen Ländern ist der Bestandsrückgang in Deutschland bisher eher gemäßigt verlaufen, so dass der Erzeugungsrückgang nicht ganz so stark ausgeprägt sein wird wie in anderen Ländern. Möglicherweise geht Deutschland sogar gestärkt aus der Krise am Schweinemarkt hervor und kann seine Vorreiterrolle in der EU noch ausbauen.

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Aktualisiert am: 17.08.2008 21:33
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