EU-Schweinepreise: Uneinheitliche Tendenz bei Notierungen

Der Schlachtschweinemarkt in Europa zeigt sich in der aktuellen Woche von einer uneinheitlichen Tendenz geprägt, die Veränderungen bewegen sich zwischen -7 Cent und +0,4 Cent.
Während in Österreich, den Niederlanden, Spanien, Belgien und Deutschland die Notierungen nachgaben, stieg der Preis in Frankreich leicht an. Die Notierungen in Dänemark, Irland, Großbritannien und Schweden blieben dagegen auf unverändertem Niveau stehen. Die leichten Verschiebungen bei den korrigierten Notierungen in Großbritannien und Schweden sind wieder einmal auf Wechsel­kursschwankungen zurückzuführen.

Preisdruck von deutschen Schlachtunternehmen

Der von den deutschen Schlachtunternehmen ausgelöste Preisrutsch auf dem deutschen Schweinemarkt hat auch in verschiedenen Nachbarländern zu Preisdruck geführt. In Spanien wird der Preisrückgang damit begründet, dass die Schlachtunternehmen ihre Marge verbessern wollen. In den Niederlanden wird das Minus mit dem deutlich gestiegenen Angebot an schlachtreifen Schweinen begründet, außerdem habe die dortige Notierung dem deutschen Preisrutsch folgen müssen. In Frankreich hat das zu geringe Angebot bei der augenblicklichen Nachfrage zu einem leichten Preisanstieg geführt.

Tendenz für den deutschen Markt

Nach dem deutlichen Preisrückgang kann das umfangreiche Angebot an schlachtreifen Schweinen weiterhin gut auf dem Markt untergebracht werden. Daher wird derzeit mit unveränderten Schweinepreisen gerechnet (Quelle: ISN Deutschland; schweine.net).


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Aktualisiert am: 31.08.2010 16:01
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