EU-Schweinepreise: Positive Stimmung am Schweinemarkt

In der laufenden Schlachtwoche zeigt sich ein ausgesprochen positives Stimmungsbild am europäischen Schlachtschweinemarkt.
Federführend ist hier die deutsche Notierung, die mit einem Preisanstieg von 2 Cent ein Signal setzte und damit an der Spitze der sechs schweinreichsten Länder in Europa liegt. Die niederländische Notierung folgte gewohnheitsmäßig, aber jedoch mit einem geringeren Plus von nur 1 Cent.

Österreich: Sehr hohes Angebot vs. flotter Warenstrom

In Österreich legte der Preis um 4 Cent zu. Begründet wird der Preisanstieg mit einem besonders flotten Warenstrom, trotz des höchsten Wochenangebots im laufenden Jahr.

Einige Länder sind von starken Wechselkursschwankungen betroffen. So legte die polnische Notierung zwar spürbar zu, doch der Preisanstieg amortisiert sich durch den Wechselkurs und wird in der korrigierten Notierung nicht deutlich. Die korrigierte Notierung in Großbritannien fällt trotz Seitwärtsbewegung durch den Wert des britischen Pfunds deutlich höher aus als in der Vorwoche. In Schweden gibt der korrigierte Wert nach.

Tendenz für den deutschen Markt

Die Nachfrage nach schlachtreifen Schweinen fällt weiter sehr rege aus, so dass der Markt prinzipiell mindestens preishaltend ausfallen müsste. Große Unsicherheit vermitteln hingegen aktuell einige Schlachtunternehmen, die nur zur Auszahlung von Hauspreisen bereit sind (Quelle: ISN Deutschland, schweine.net).

Hier kommen Sie zur Marktanalyse von Dr. Schlederer (VLV)

Dr. Schlederer: Positive Aussichten für das 4. Quartal 2010


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Aktualisiert am: 16.11.2010 19:00
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