EU-Schweinepreise: Positive Grundstimmung im November

Der europäische Schlachtschweinemarkt präsentiert sich in der neuen Schlachtwoche freundlich bis stabil.
Geringeres Angebot an Schlachtschweinen wegen Umstellung der Abrechnungsmasken

Von trüber Herbststimmung keine Spur. Optimismus ging insbesondere von Deutschland aus, wo die Notierung um 3 Cent spürbar anzog. Denn das Lebendangebot ist aufgrund steigender Schlachtgewichte infolge vielfältiger Maskenumstellungen rückläufig. Außerdem bewegt sich der Schlachtschweinemarkt ein wenig im Fahrwasser des Rindfleischmarktes, der derzeit von einem florierenden Exportgeschäft in die Türkei profitiert. Mit diesem Preisanstieg hebt sich Deutschland nun deutlich von den Notierungen in Dänemark, Frankreich und den Niederlanden ab. Somit liegt der deutsche Schweinepreis nur noch geringfügig unterhalb der spanischen Notierung, die marginal nachgab. Die niederländische Notierung korrigierte lediglich den Preisrückgang der Vorwoche und stieg um 1 Cent an. Der Protest der niederländischen Erzeuger und deren Unzufriedenheit mit dem Preisgefüge hat somit keine Wirkung gezeigt.

Frankreich fordert Exporterstattung für Schweinefleisch

Unverändert blieben die Notierungen in Dänemark, Belgien, Österreich, Großbritannien und Schweden. Die beiden letzteren hatten lediglich aufgrund von Wechselkursschwankungen Preisbewegungen zu verzeichnen. Eine Tendenz zur Schwäche ist in Frankreich, Polen und Tschechien abzulesen. Den Franzosen und Spaniern fehlt aufgrund des Feiertags am 1. November ein Schlachttag. Die finanzielle Situation der Schweineerzeuger ist prekär, so dass Frankreichs Agrarminister nun die Wiedereinführung von Exporterstattungen für Schweinefleisch fordert.

Tendenz für den deutschen Markt

Die Grundstimmung am Schlachtschweinemarkt ist durchweg positiv. Von einer Angebotserweiterung ist nicht auszugehen und die gute Nachfrage der Schlachtunternehmen nach lebenden Schweinen wird dem Vernehmen nach weiter anhalten. Ein weiterer Preisanstieg ist aus Erzeugersicht angesichts gestiegener Produktionskosten wünschenswert. Die rote Seite signalisiert hingegen aufgrund des Feiertages in einigen Bundesländern dafür keine Bereitschaft (Quelle: ISN Deutschland, schweine.net)

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Aktualisiert am: 02.11.2010 08:59
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