EU-Schweinepreise: Optimistische Stimmung am Schweinemarkt

Der europäische Schweinemarkt zeigt sich in der laufenden Schlachtwoche sehr optimistisch. Aus aktueller Sicht erwarten Marktbeobachter in Deutschland einen weiteren Preisanstieg.
Private Lagerhaltung und Verkaufsrückhaltung der Mäster führen zum Preisanstieg

Nach dem dramatischen Preisverfall in Deutschland in der ersten Jännerhälfte (-23 Cent) zeigt sich aktuell eine Trendumkehr im Marktgeschehen. Die deutschen Schweinemäster reagierten auf den Preiseinbruch mit teilweiser Abgabeverweigerung. Zur Unterstützung des Schweinesektors wurde in Brüssel die Förderung der Privaten Lagerhaltung (PLH) beschlossen. Der Synergieeffekt der genannten Reaktionen auf den Preiseinbruch führte in Deutschland dann binnen einer Woche zu einem Preisanstieg von plus 8 und plus 13 Cent. Das Plus in den übrigen Mitgliedsstaaten wie z.B. Dänemark (+ 3 cent) oder Frankreich (+0,2 Cent) fiel eher bescheiden aus. Allerdings wurde in diesen beiden Ländern auch kein Preiseinbruch verzeichnet. Anders in Belgien, Holland und Österreich wo der Einbruch mit der aktuellen Notierung wieder kompensiert wurde.

Tendenz: ISN erwartet einen weiteren Preisanstieg

Eine Verknappung des Angebots durch eine Verkaufsrückhaltung der Mäster, die Eröffnung der privaten Lagerhaltung durch die EU sowie die Hoffnung, den Export nach Russland wieder aufnehmen zu können, lassen Nachfrage und Preise aber wieder anspringen. Die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschland (ISN) erwartet daher einen weiteren spürbaren Preisanstieg in Deutschland für die nächste Vermarktungswoche.

Unter folgendem Link kommen Sie zur österr. Marktanalyse (Quelle: Dr. Schlederer)


Aktualisiert am: 03.02.2011 12:05
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