EU-Schweinepreise: Knappes Angebot bestimmt Preis

Wie die ISN gestern berichtete, profitieren zur Zeit ein Groteil der EU-Länder von dem knappen Angebot, welches die Preise für Schlachtschweine bestimmt.
Das knappe Angebot bestimmt den Schweinepreis der EU
Das knappe Angebot bestimmt den Schweinepreis der EU
Ein knappes Angebot bestimmt die Preise für Schlachtschweine in der EU. Nur Spanien und Frankreich hatten das Ergebnis der Vorwoche nicht ganz halten können. Die dänische Notierung nahm den Preisrückgang der vorangegangene Woche vollständig zurück. Am deutlichsten stiegen Preise für Schlachtschweine in Deutschland, direkt gefolgt von den niederländischen Nachbarn. Damit hat sich die deutsche Notierung stark von der französischen abgesetzt. Der Preisabstand zum Anführer Spanien beträgt nur noch knapp 6 korrigierte Cents.

Die Österreicher verzeichneten ein ausreichendes Angebot und große Exportmengen in die Schweiz, wo bereits große Mengen für die Fußball-EM eingelagert werden. Währenddessen fordert der EU-Ausschuss der Bauernverbände (COPA) einen Anstieg der Erzeugerpreise für Schweinefleisch um mindestens 0,50 EUR. Die desaströse Situation in der Schweinehaltung aufgrund dramatisch angestiegener Futtermittelpreise und Energiekosten hat in Dänemark bereits zu einem Rückgang des Schweinebestands um etwa 10 Prozent geführt.

Tendenz: In der angelaufenen Schlachtwoche müssen die meisten EU-Länder mit einem Feiertag am 1. Mai zurecht kommen, die Niederländer sogar mit zwei schlachtfreien Tagen. Aufgrund des rückläufigen Angebots ist dennoch von mindestens stabilen Verhältnissen auszugehen


Aktualisiert am: 30.04.2008 06:29
Landwirt.com Händler Landwirt.com User