EU-Schweinepreise: Grillwetter unterstützt Preisanstieg

Nach den deutlichen Preisrücknahmen im Mai prägen jetzt wieder stabile und spürbar ansteigende Notierungen den EU-Schweinemarkt.
Aufgrund der gestiegenen Produktionskosten und der unzureichenden Erlöse rechnen Marktexperten mit einem Rückgang des Schweinebestandes.
Aufgrund der gestiegenen Produktionskosten und der unzureichenden Erlöse rechnen Marktexperten mit einem Rückgang des Schweinebestandes.
In Deutschland legt der Mastschweinepreis mit plus 6 Cent je kg besonders kräftig zu, ähnlich stark steigt die Notierung in den Niederlanden (allerdings auf niedrigerem Niveau); ansonsten überwiegen noch unveränderte Preise. Das nicht ganz unerwartete Plus in Deutschland basiert auf einem flotteren Inlandsabsatz, der von belebter Grillfleischnachfrage gestützt wird. Aufgrund des nicht gerade drängenden Angebots hält es die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) für möglich, dass sich der Preisanstieg kommende Woche weiter fortsetzt.

Schweinepreis in Österreich um 4 Cent gestiegen

Die Handelsketten geizten mit Aktionen, das Frischfleischgeschäft plätscherte vor sich hin. Dies sollte sich jetzt ändern. Angekündigte Aktionen, verbunden mit einem passenden Wetterbericht, sorgen auch in der Alpenrepublik für einen Stimmungsruck im Fleischsektor. Das Plus von 4 Cent wurde nach zweiwöchiger Unstimmigkeit wieder von allen Abnehmern einvernehmlich akzeptiert.

Rückläufiger Schweinebestand

Nach jüngsten Prognosen der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) droht die Erzeugung von Schweinen in Deutschland erstmals seit Langem zu schrumpfen. Grund dafür sind die gestiegenen Produktionskosten bei gleichzeitig unzureichenden Erlösen. In anderen EU-Ländern wurde der Schweinebestand laut AMI bereits kräftig abgestockt. So reduzierte er sich in Polen von November 2010 bis März 2011 um insgesamt 14%. Auch Tschechien und Dänemark verzeichnen kleinere Bestände (Quelle: AIZ Info).


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Aktualisiert am: 07.06.2011 22:07
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