EU-Schweinepreise: Geringer Preisanstieg kann umgesetzt werden

Nachdem die Schweinepreise im überwiegenden EU-Raum in den letzten 4 Wochen auf einem weitestgehend unveränderten Niveau verharrt haben, konnte in der aktuellen Vermarktungswoche in mehreren maßgeblichen Ländern ein Preisanstieg umgesetzt werden.
Die Futterkosten werden vermutlich nach der heurigen Ernte weiter auf hohem Niveau liegen. Ein Anstieg der Erzeugerpreise quer durch die Produktionsstufen ist dringend notwendig!
Die Futterkosten werden vermutlich nach der heurigen Ernte weiter auf hohem Niveau liegen. Ein Anstieg der Erzeugerpreise quer durch die Produktionsstufen ist dringend notwendig!
Deutschland setzte mit dem Preisanstieg von 4 Cent ein Zeichen auch für einige andere Nachbarstaaten. So konnte auch in Österreich, Belgien und den Niederlanden ein Preisanstieg um 1 bis 4 Cent umgesetzt werden. In vielen Ländern wird von einem knappen Angebot an schlachtreifen Mastschweinen berichtet. Einige Schlachtunternehmen versuchen durch Lebendimporte aus anderen Ländern ihren Bedarf zu decken.

Tendenz für den deutschen Markt

Auch für die kommenden Tage bleiben die Anmeldungen von schlachtreifen Schweinen hinter den Bestellungen der Schlachtbetriebe zurück. Teilweise werden bereits Partien vorgezogen, um die Nachfrage der Schlachtunternehmen komplett bedienen zu können. Auch wenn die Urlaubszeit in vielen europäischen Regionen den Fleischabsatz nicht unbedingt belebt, erwarten viele Marktbeteiligte für die kommenden Wochen eine fortgesetzt positive Marktsituation (Quelle: ISN Deutschland).

Österreich: Angebot an Schlachtschweinen knapp

Auch in Österreich hat sich der Markt gedreht. In der abgelaufenen Woche waren Schlachtschweine so gut nachgefragt, dass vereinzelte Partien bereits vor dem geplanten Schlachttermin abgeholt wurden. Ein lebhafter gewordenes Frischfleischgeschäft sowie ein zunehmend interessantes Export-Geschäft mit Nebenprodukten wie z.B. Innereien, Ohren, Pfoten bzw. Schwänze läßt auch im Fleischhandel die Stimmung steigen. Ein knapp unterdurchschnittliches frisches Angebot konnte reibungslos am Markt plaziert werden, was zur Konsequenz hatte, dass die Notierung um 4 Cent nach oben gesetzt wurde (Quelle: Dr. Johann Schlederer) .


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Aktualisiert am: 13.07.2011 15:33
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