EU-Schweinepreise: Aufwärtsbewegung der Notierungen hält an

In der aktuellen Woche bleibt die Aufwärtsbewegung der Notierungen am Schlachtschweinemarkt in Europa weiter erhalten.
Aus den meisten Ländern werden steigende Schweinepreise in der Höhe von drei bis sieben Cent gemeldet. Wobei der korrigierte Anstieg mit sieben Cent in Großbritannien aufgrund des Wechselkurses zwischen Euro und Pfund deutlich größer ausfällt als in der Notierung. In Dänemark und Schweden konnten die Preise in der laufenden Woche nicht weiter ansteigen. Das Plus der schwedischen korrigierten Notierung ist wieder einmal auf die Wechselkursschwankungen zurückzuführen. Mit dem Plus in Deutschland und der unveränderten dänischen Notierung konnte sich Deutschland preislich wieder vor Dänemark setzen. Die italienische Notierung wurde für die laufende Woche ausgesetzt.

Gute Exportmöglichkeiten durch schwachen Euro

Der Preisanstieg wird in allen Euro-Ländern mit der Euroschwäche und den damit verbundenen guten Exportmöglichkeiten begründet. Die Zölle von 40 %, die Russland zu Beginn des Jahres für Lebendimporte eingeführt hatte, können dadurch schon zur Hälfte kompensiert werden. In Deutschland trug das gute Wetter am vergangenen Wochenende zu steigenden Grillaktivitäten bei und sorgte so für einen guten Absatz bei den Grillfleischartikeln.

Tendenz für die kommende Schlachtwoche

Die rege Nachfrage nach Schweinen von Seiten der hiesigen Schlachtunternehmen und das gut laufende Exportgeschäft könnten den Schweinepreis auch in der laufenden Woche weiter steigen lassen. (Quelle: ISN)


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Aktualisiert am: 08.06.2010 16:15
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