EU-Schweinepreis: Uneinheitliche Tendenz in Europa

Der europäische Markt für Schlachtschweine zeigt sich in der aktuellen Woche uneinheitlich. Der Preis in Österreich, Deutschland und Belgien konnte sich auf dem Niveau der Vorwoche stabilisieren.
Die Preise in Dänemark, den Niederlanden und Spanien gaben um zwei bis fünf Cent nach. In Großbritannien und Schweden blieben die Preise erneut unverändert, die korrigierten Preise gaben aber wechselkursbedingt in beiden Ländern nach.

Spanien: Kühlere Temperaturen lassen Schweine besser wachsen - Marktdruck

In Frankreich wurde am vergangenen Donnerstag kein neuer Preis notiert. Die dortigen Schlachtunternehmen wollten einen Preisrückgang von vier Cent durchsetzen. Die Börse und auch die Anbieter ließen sich, aufgrund der guten Nachrichten über die Fleischgeschäfte im Ausland, nicht darauf ein. Deshalb wurde die Sitzung in der letzten Woche abgebrochen. In Spanien wird der erneute Preisrückgang mit den gesunkenen Temperaturen und dem damit verbundenen besseren Wachstum der Schweine begründet, die dadurch vermehrt auf den Schlachtschweinemarkt drängen. In den Niederlanden ist das Angebot an Schlachtschweinen groß und auch die Preise für Teilstücke sind gefallen, so dass die Notierung dort um zwei Cent nachgab.

Österreich: Großes Angebot zur Gänze abgesetzt

In Österreich konnte vergangene Woche das für die zweite Jahreshälfte bisher höchste Angebot an Schlachtschweinen gänzlich abgesetzt werden. Aufgrund der ermäßigten Preise ist das Kaufinteresse der Speckfabrikanten in Österreich und Italien gestiegen. Da für diese Produktgruppe die Erzeugung und Reifezeit mehrere Monate in Anspruch nimmt, wird dies von der Schweinebörse als erster Impuls für das bevorstehende Wintergeschäft gewertet. "Der Erlösrückgang der vergangenen Wochen lässt das Schweinefleisch auf den Zerlegebändern wieder etwas flotter fließen. Die Preisstabilisierung trägt zudem zumindest kurzfristig zu einem belebteren Bestellwesen bei. Wie lange diese Entwicklung anhält, bleibt abzuwarten ", stellt Johann Schlederer von der Österreichischen Schweinebörse zu den Preisaussichten fest.


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Aktualisiert am: 30.09.2009 12:55
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