EU-Schweinepreis: Notierungen treten auf der Stelle

Am europäischen Schlachtschweinemarkt herrschen aktuell stabile Verhältnisse. Nachdem offenbar europaweit wenig Spielraum für bessere Preise vorhanden ist, blieben die Notierungen überwiegend auf unverändertem Niveau stehen.
Das Angebot an schlachtreifen Schweinen wird sich nach Einschätzungen von Marktbeobachtern demnächst reduzieren. Anfang Juli könnte daher wieder etwas Dynamik in die Preisbildung kommen.
Das Angebot an schlachtreifen Schweinen wird sich nach Einschätzungen von Marktbeobachtern demnächst reduzieren. Anfang Juli könnte daher wieder etwas Dynamik in die Preisbildung kommen.
Quer durch Europa wird von einer reichlichen Marktversorgung berichtet, die meistens in Zusammenhang mit feiertagsbedingt fehlender Schlachtkapazität gebracht wird. In Deutschland gab es im Vorfeld der Notierung Forderungen großer Schlachtunternehmen, den Preis einige Cent zurückzunehmen. Letztlich überwog die Meinung der Erzeugerseite, dass sich das Angebot demnächst reduzieren dürfte.

Schweinefleisch-Exporte nach Südkorea

Positive Preisimpulse dürfte der hohe Bedarf Südkoreas an Schweinefleisch mit sich bringen: Wie die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mitteilt, plant Südkorea eine Verdoppelung der zollfreien Schweinefleisch-Einfuhren. Das entspräche weiteren 130.000 Tonnen Schweinefleisch ohne Einfuhrzollbelastung im zweiten Halbjahr dieses Jahres. Deutschland exportierte im ersten Quartal 2011 3.850 Tonnen Schweinefleisch nach Südkorea (Quelle: agrarheute.com).

Tendenz für den deutschen Markt

Der Schlachtschweinemarkt zeigt sich zunehmend ruhig und unverändert. Der Druck vom letzten Wochenende verfliegt nach und nach. Da einige Schlachtunternehmen am Donnerstag (Fronleichnam) durchschlachten, dürften keine Überhänge entstehen. Dadurch keimt immer mehr die Hoffnung auf, dass Anfang Juli bei der Preisbildung wieder Luft nach oben besteht, berichtet die ISN.


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Aktualisiert am: 22.06.2011 18:24
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