EU-Schweinepreis: Europaweit fallende Preise

Am Markt für Schlachtschweine in der EU setzte sich der negative Preistrend der beiden zurückliegenden Wochen weiter fort. Die Notierungen konnten dem allgemeinen Druck, der maßgeblich von deutschen Schlachtunternehmen ausgeht, nicht standhalten und gaben in allen Ländern Europas nach.
Angesichts weiterhin umfangreicher Angebotsmengen an schlachtreifen Schweinen in vielen europäischen Staaten können die Erzeuger diesem Druck derzeit wenig entgegensetzen. Die Rangfolge der Notierungen hat sich in den letzten Wochen ebenfalls verändert. So wurde Spanien an der Spitze von Großbritannien verdrängt, die „rote Laterne“ am Ende der Skala hat Belgien übernommen. Die Preisrückgänge bewegen sich überwiegend zwischen 3 und 5 Cent. In Österreich war die Reduzierung mit minus 7 Cent besonders deutlich, hier verweist man insbesondere auf den negativen Einfluss von billigen deutschen Fleischimporten. In Dänemark gab die Notierung erstmals seit vielen Wochen um 3 Cent nach. Dennoch liegt der Preis im europäischen Mittelfeld und sogar noch über den Preisen in Frankreich und Belgien.

Tendenz der kommenden Schlachtwoche

Nach den erheblichen Preisrückgängen der letzten Wochen erwarten die europäischen Schweinehalter ein baldiges Ende der Preistalfahrt. Die Schlachtbetriebe verweisen hingegen auf die nicht zufrieden stellenden Erlöse im Fleischverkauf. Erheblich entlastet wird der westeuropäische Markt durch die weiterhin umfangreichen Exporte nach Osteuropa. Bei diesen Geschäften wird der negative Einfluss des starken Euros durch den deutlichen Rückgang der Notierungen mehr als kompensiert. (Quelle: ISN)


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Aktualisiert am: 24.09.2009 12:40
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