EU-Schweinepreis: Angebot an Schlachtschweinen steigt nicht weiter

Nicht mehr ganz so schwach wie in der Vorwoche präsentiert sich der europäische Markt für Schlachtschweine in der aktuellen Schlachtwoche.
Wo die Notierungen in der Vorwoche noch bis zu 10 Cents fielen, fällt der Preisrückgang in der aktuellen Woche europaweit mit bis zu 6 Cents etwas moderater, aber immer noch deutlich aus. In Dänemark fällt laut Angaben der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) das Minus auf Referenzbasis größer aus als eine Woche zuvor. Nun liegen die Preise in Spanien deutlich, in Frankreich und den Niederlanden geringfügig unter dänischem Niveau, was saisonal durchaus vorkommt. Die Preise in Italien sind mit Abstand die höchsten, denn hier läuft zum Ende des Jahres die Rohschinkenproduktion auf Hochtouren.

Vorsichtige Entspannung am Schlachtschweinemarkt

Der Markt scheint sich nach den extremen Turbulenzen vorsichtig zu entspannen. Das große Lebendangebot belastet den kränklichen Markt auch in der neuen Schlachtwoche. Aus den Niederlanden wird von einem langsam wieder anlaufenden Lebendexport nach Polen und Ungarn berichtet. Die momentane Schwäche veranlasst französische Stimmen zur Forderung nach privater Lagerhaltung und der Einführung von Ausfuhrerstattungen. Das Licht am Ende des Tunnels wird langsam sichtbar. Da die Angebotsmengen nicht weiter steigen, besteht die berechtigte Hoffnung, dass der Tiefpunkt in Kürze erreicht ist. (isn)


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Aktualisiert am: 05.11.2008 11:57
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