EU-Schweinemarkt: stabil

Der europäische Schweinemarkt bewegt sich großteils seitwärts und dürfte in den nächsten Wochen weiterhin auf stabilen Beinen stehen.
Der Schweinemarkt gleicht derzeit dem Fleischgeschäft: emotionslos
Der Schweinemarkt gleicht derzeit dem Fleischgeschäft: emotionslos
In Spanien ist das Angebot äußerst gering. Zahlreiche Unternehmen haben angekündigt, diese Woche deshalb nur an vier Tagen zu schlachten. Die Notierung blieb dort zum dritten Mal in Folge unverändert.

In Dänemark setzte Danish Crown den Schweinepreis um korrigierte 2 Cent nach unten. Die französische Notierung musste - für diese Jahreszeit unüblich - um korrigierte 5 Cent je kg nachgeben. Begründet wurde der Preisrückgang am vergangenen Donnerstag mit den Gerüchten, dass auch andere europäische Preise nachgeben.

Notierungen sind stabil

Dies hat sich dann jedoch - von den genannten Ausnahmen abgesehen - nicht bestätigt. In Schweden stiegen die Erlöse sogar etwas an, was durch die Währungsumrechnung sogar noch verstärkt wurde. Die übrigen europäischen Staaten vermelden nach Angaben der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) unveränderte Auszahlungspreise.

Die anhaltend gut verlaufenden deutschen Exportgeschäfte von lebenden Schweinen nach Osteuropa und die nicht übermäßigen Mengen an schlachtreifen Tieren dürften auch in den nächsten Tagen zu einem weiterhin stabilen Preis beitragen, stellt die ISN fest.

Keine "weltbewegende" Änderung in Sicht

In Österreich halten sich Angebot und Nachfrage derzeit die Waage. Auch wenn die Fleischgeschäfte anhaltend emotionslos ablaufen, lassen sich die schlachtreifen Tiere problemlos platzieren, berichtet die Schweinebörse. Vor diesem Hintergrund wurde der Notierungspreis auf Vorwochenniveau fixiert, er bleibt somit weiterhin bei EUR 1,48 je kg (Berechnungsbasis EUR 1,38). "Urlaubsheimkehrer aus dem Süden Europas sind eingeladen, mit ihrem Appetit dem Fleischmarkt neue Impulse zu geben. Am aktuellen Preisniveau dürfte sich vorerst trotzdem nichts Weltbewegendes ändern ", fasst Johann Schlederer von der Schweinebörse die Marktaussichten zusammen.


Aktualisiert am: 07.08.2009 11:47
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