EU-Schweinemarkt hat sich wieder stabilisiert

Die Notierungen für Schlachtschweine blieben in der Kalenderwoche 4 in Österreich und Deutschland unverändert. Wie deutsche und österreichische Experten den Markt einschätzen, lesen Sie hier.
Die Preise für Schlachtschweine sind in der KW 4 in Österreich und Deutschland gleich geblieben.
Die Preise für Schlachtschweine sind in der KW 4 in Österreich und Deutschland gleich geblieben.
Nach dem Preisdruck der vergangenen Woche herrschen jetzt wieder überwiegend stabile Verhältnisse am europäischen Schweinemarkt. Die Notierungen tendieren meist seitwärts. Während in Frankreich (-3 Cent) noch Überhänge abgebaut werden müssen, zeigt sich der Markt in den übrigen EU-Ländern aufgeräumter. In Deutschland, wo der Mastschweinepreis unverändert bleibt, dürfte der Beginn der "Grünen Woche" in Berlin einen stabilisierenden Beitrag geleistet haben. Die Branchengespräche im Rahmen dieser weltgrößten Lebensmittelmesse sollten offensichtlich nicht durch ein Preisminus beim Rohstoff gestört werden. Dies ist umso wichtiger, wenn man beim Lebensmittelhandel und im Export die Preise nach oben bringen möchte.

Österreich: Überhänge großteils abgebaut
In Österreich blieben vergangene Woche nur mehr wenige, an zwei bis drei Händen abzählbare, Schweinepartien stehen. Andererseits zeigte sich die Fleischbranche äußerst unzufrieden, denn deutsche Mitbewerber sorgten mit ihrem Preisdruck (den sie aufgrund ihrer deutlich geringeren Lohnkosten ausüben können) für schlechte Stimmung. Vor dem Hintergrund eines Durchschnittsangebotes für die neue Woche bei gleichzeitig zufriedenstellender Nachfrage wurde auch hierzulande der Mastschweine-Basispreis auf 1,50 Euro (Vorwochenniveau) fixiert.
"Eine der saisonal mühsamsten Wochen im Jahr liegt hinter uns. Die Exporteure hoffen auf Impulse aus Russland und Asien, während gleichzeitig nicht mit mehr Schweinen gerechnet wird. Dieser Marktmix lässt in Summe weiterhin Stabilität erwarten", kommentiert Johann Schlederer von der Österreichischen Schweinebörse die kurzfristigen Aussichten.

Situation in Deutschland
Ähnlich schätzt die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) den BRD-Markt ein: "Das Angebot an schlachtreifen Schweinen hat sich normalisiert und trägt zu einer ausgeglichenen Marktlage bei. Das Exportgeschäft läuft ersten Berichten zufolge wieder vorsichtig an, während der inländische Fleischabsatz nach wie vor auf Impulse wartet. Insgesamt ist von weiter stabilen Preisen auszugehen", so die ISN. Spielraum nach oben bestehe derzeit noch nicht.

Aktualisiert am: 23.01.2013 17:38
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