EU-Schweinemarkt: Weiter steigende Schweinepreise

In der laufenden Vermarktungswoche zeigt sich der europäische Schweinemarkt flächendeckend positiv gestimmt.
Deutlicher Preisanstieg in Deutschland und Österreich

Während Dänemark, Spanien und Frankreich ca. 5 Cent zulegen, will Deutschland und Österreich mit plus 9 Cent das bei den Mästern verloren gegangene Vertrauen in den Schweinemarkt wieder zurückholen. Das zuletzt gesunkene Abgabeverhalten der Mäster soll dadurch wieder positiv beeinflusst werden. Der Aufwärtstrend in Deutschland werde sowohl von einer "Normalisierung" des deutschen Inlandsabsatzes als auch von weiteren Erleichterungen im Exportgeschäft getragen.

ISN: Markt ist freundlich gestimmt – moderater Preisanstieg sei möglich

Tendenz für den deutschen Markt: Die gute Nachfrage der Schlachtunternehmen wird auch in der laufenden Schlachtwoche weiter anhalten. Der Markt ist weiter freundlich gestimmt und ein weiterer, moderater Preisanstieg ist möglich.

Österreich: Deutlich zu kleinen Angebot an Schlachtschweinen

Das Angebot an schlachtreifen Schweinen war in Österreich zuletzt deutlich zu klein, um den Bedarf des Fleischmarktes abzudecken, berichte Dr. Johann Schlederer von der Schweinebörse. Die Notierung für Mastschweine konnten daher für die laufende Woche - ebenso wie in Deutschland - um 9 Cent pro kg hinaufgesetzt wurde. Die geförderte Private Lagerhaltung (LPH) wirkt sich ebenfalls positiv auf die Nachfrage nach Schweinen aus. Laut Agrarmarkt Austria (AMA) wurde diese am 1. Februar gestartete marktstabilisierende Maßnahme schon in den ersten Tagen sowohl in Österreich als auch in anderen EU-Ländern rege in Anspruch genommen. Laut Schweinebörse nützen in Österreich Industrie und Handel die geförderte Lagerhaltung, um sich für den Sommer eine preisgünstige Rohstoffreserve anzulegen. Im weiteren Verlauf rechnet sie damit, dass sich der kräftige Preisanstieg der letzten drei Wochen nun allmählich Verflachen dürfte. Auch wenn die jüngsten Preisanstiege das desaströse Preisniveau das nach Auffliegen des Dioxion-Skandales herrschte, etwas entschärft haben, so ist derzeit noch immer keine kostendeckende Schweineproduktion möglich. Der anspringende Schweinefleischmarkt sorgte auch für eine Belebung des Ferkelmarktes und für Erwartungen, dass auch hier die Preise steigen.


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Aktualisiert am: 08.02.2011 17:20
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