EU-Schweinemarkt: Uneinheitliche Marktverhältnisse

Nach deutlichem Minus in Deutschland (-6 Cent) gibt auch österreichische Notierung nach.
Durchwachsene Verhältnisse kennzeichnen derzeit den EU-Schweinemarkt. Während in Spanien die Notierung weiter leicht anzieht und Dänemark unverändert fixiert, schwächeln schwere Kaliber wie Frankreich (-4 Cent) beziehungsweise Deutschland (-6 Cent). Die Deutschen begründen dies damit, dass in den vergangenen Wochen am Fleischmarkt die erforderlichen Spannen nicht erzielt werden konnten, sodass zunehmend mehr Betriebe den Schlachtumfang reduziert haben. In der Folge entstanden Überhänge am Schlachtschweinemarkt und Preisdruck.

Ausgewogene Marktverhältnisse in Österreich

In Österreich haben sich nach Angaben der Schweinebörse in der abgelaufenen Woche die Verhältnisse ausgewogen präsentiert. Auch das frische Angebot wird als normal eingestuft, keinesfalls drückend. Demnach hätten die Verhältnisse am heimischen Schlachtschweinemarkt für eine glatte Seitwärtsbewegung der Notierungen gesprochen. Nach Bekanntwerden des überraschend deutlichen Minus in Deutschland wurde hierzulande als "Kompromiss " ein Minus von 3 Cent fixiert, das seitens der Abnehmerschaft nicht ungeteilte Zustimmung fand. "Wenn unsere Abnehmer, also die Schlacht- und Zerlegebetriebe, beim Verkauf an Fleischindustrie und -handel an der deutschen Preisrücknahme gemessen werden, ist auch in Österreich mit einer Reduzierung der Schlachtzahlen zu rechnen. Dies würde auch bei uns weiteren Preisdruck auslösen. Wenn hingegen heimische Ware so gefragt ist, wie das allgemein dargestellt wird, sollte dieses Szenario nicht besonders ausgeprägt ausfallen ", kommentiert Johann Schlederervon der Schweinebörse die kurzfristigen Marktaussichten. (Quelle: AIZ)


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Aktualisiert am: 03.03.2010 07:08
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