EU-Schweinemarkt: Überwiegend unveränderte Notierungen

Am EU-Schweinemarkt herrschen weiterhin stabile Verhältnisse. Die Notierungen bleiben durchwegs unverändert.
Das Angebot an schlachtreifen Schweinen bleibt weiterhin umfangreich. Eine rasche Verbesserung der Erzeugerpreise ist nicht in Sicht.
Das Angebot an schlachtreifen Schweinen bleibt weiterhin umfangreich. Eine rasche Verbesserung der Erzeugerpreise ist nicht in Sicht.
Lediglich in Schweden wird nach einer neunwöchigen Durststrecke endlich ein Plus verzeichnet und in Spanien tendiert der Markt zu leichter Schwäche. Das dortige Minus von 2 Cent deutet an, was alljährlich für die iberische Halbinsel gilt: Gegen Ende des Sommers verlassen Millionen von Urlaubern das Land, wodurch sie auch als Konsumenten von Schweinefleisch mehr und mehr ausfallen. Umgekehrt beleben die heimkehrenden Touristen zu Hause den Absatz. Vereinzelt gab es in Deutschland Stimmen, wonach dies zu einer Preisverbesserung führen sollte. Letztlich fiel dieser Versuch dem extrem hohen Angebot von über 1 Mio. Schlachtschweinen zum Opfer.

Deutschland: Umfangreiches Angebot an Schlachtschweinen

Für die kommenden Tage zeichnet sich am deutschen Markt weiterhin ein umfangreiches Angebot an schlachtreifen Schweinen ab, vereinzelt berichten einige Vermarkter von leicht rückläufigen Mengen. Die Schlachtbetriebe zeigen ein reges Kaufinteresse, sodass sich die Partien zügiger als zuvor vermarkten lassen. Für die kommende Woche erwartet die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) daher mindestens unveränderte Preise.

Österreich: Absatz läuft zufriedenstellend

Auch in Österreich werden zurzeit hohe Schlachtmengen umgesetzt. Der Absatz läuft zufriedenstellend, der Markt konnte vergangene Woche geräumt werden, teilt die Schweinebörse mit. Auch hierzulande scheiterte der Versuch einer Preisverbesserung: Die Abnehmer betonten, der Fleischmarkt sei nach wie vor reichlich versorgt. Auch gab es das Argument, dass bei zu hoher Hitze der Appetit auf Schweinefleisch eher leide, als dass er durch belebte Grillaktivitäten gestützt werden könne. Dies führte dann letztlich zu einer unveränderten Notierung. Der Mastschweine-Notierungspreis bleibt also diese Woche bei EUR 1,48 (Berechnungsbasis: EUR 1,38 je kg).

Die Experten der Schweinebörse gehen für die kommende Woche von zumindest stabilen Verhältnissen aus. Ein über längere Zeit anhaltendes heißes Sommerwetter führt erfahrungsgemäß zu einer Verringerung der Mastleistung. Eine daraus folgende Angebotsminderung könnte unter Umständen zu einer Preisverbesserung beitragen (Quelle: AIZ Info).

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Aktualisiert am: 30.08.2011 17:49
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