EU-Schweinemarkt: Überwiegend stabile Verhältnisse

Überwiegend stabile Verhältnisse prägen diese Woche den EU-Schweinemarkt. Die Förderung der privaten Lagerhaltung wurde von der EU-Kommission eingestellt.
Das Schlachtschweine-Angebot wird von den Schlachthöfen gut nachgefragt - Marktexperten erwarten unveränderte Notierungen
Das Schlachtschweine-Angebot wird von den Schlachthöfen gut nachgefragt - Marktexperten erwarten unveränderte Notierungen
Spanien (+2 Cent) und Frankreich (+1 Cent) bekräftigen mit einem leichten Plus das zurzeit vorhandene Fundament des Preisniveaus. In Deutschland, wo diese Woche ebenso wie in Österreich die Notierung unverändert bleibt, spricht man von einem voller gewordenen Markt. Die Preisstabilität fußt demnach stärker auf der Privaten Lagerhaltung (PLH) und nicht auf dem zäher gewordenen Frischfleischmarkt.

Zügige Nachfrage nach Schlachttieren seitens der Schlachthöfe

Die vorherrschende Nachfrage sorgte in Deutschland im Wochenverlauf für einen weitgehend entsprechenden Warenabfluss. Auch diese Woche erwarten die Experten im Wesentlichen ausgeglichene Angebots- und Nachfrageverhältnisse. Was die weitere Marktentwicklung in den kommenden Tagen und Wochen betrifft, so geht die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) davon aus, dass das Angebot an lebenden Schweinen weiter reichlich ausfällt und von den Schlachtunternehmen zügig nachgefragt wird. Der Monatsanfang beschere wieder zahlungskräftige Konsumenten mit einer daraus resultierenden guten Fleischnachfrage. Auch die Faschingszeit wirke sich positiv auf den Fleischkonsum aus. Daher seien aus heutiger Sicht unveränderte Preise zu erwarten, so die ISN.

Österreich: Mäßiges Angebot an schlachtreifen Schweinen

In Österreich floss vergangene Woche das Angebot reibungslos ab. Trotzdem waren nicht alle Abnehmer mit den Verhältnissen am Fleischmarkt zufrieden. Während der Absatz Richtung Schigebiete gut läuft, tun sich exportorientierte Betriebe schwer, am internationalen Markt das Fleisch kostendeckend abzusetzen. Wie berichtet, endete Anfang vergangener Woche die Antragsfrist für die von der EU geförderte Private Lagerhaltung (PLH) von Schweinefleisch. Da die beantragten Kontrakte erfüllt werden müssen, dürfte noch bis Mitte März PLH-gestützte Ware in die Gefrierlager fließen, was weiter zur Stabilität beitragen dürfte, meint Dr. Johann Schlederervon der Schweinebörse (Quelle: AIZ).


Aktualisiert am: 02.03.2011 16:50
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