EU-Schweinemarkt: Stabile bis leicht steigende Preise

Am EU-Schweinemarkt werden in der aktuellen Vermarktungswoche stabile bis leicht steigende Notierungen registriert.
Gut gehende Exporte in Drittstaaten, wie zum Beispiel Südkorea, sowie die durch die EU geförderte Private Lagerhaltung (PLH) führen dazu, dass Frankreich, Dänemark und Spanien zirka 3 bis 4 Cent zulegen. Eine etwas schwächere Fleischnachfrage wird aus Deutschland gemeldet. Aus diesem Grund haben sich die Marktbeteiligten auf eine unveränderte Notierungen geeinigt. Auch die Exportmengen liegen noch deutlich unter dem Niveau, das vor dem Dioxinskandal zwischen Moskau und Tokio abgesetzt wurde.
Nach Angaben der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) werden die angebotenen Stückzahlen an schlachtreifen Tieren auch in der laufenden Woche zügig vom Markt aufgenommen. Aus heutiger Sicht sei mit leicht ansteigenden Preisen zu rechnen, berichtet die Interessengemeinschaft.

Österreich: Angebot und Nachfrage ausgewogen

In Österreich zeigt sich die Schlachtbranche mit der aktuellen Marktlage zufrieden. Alle Absatzrichtungen, national und international, werden als überdurchschnittlich gut charakterisiert. Das Angebot an frischen Schlachtschweinen für diese Woche ist größer als zuletzt, entspricht aber den Bestellmengen seitens der Schlachtbetriebe. Aus diesem Grund wurde der Mastschweine-Notierungspreis der Schweinebörse auf unverändertem Niveau belassen. Der Basispreis für Schlachtschweine liegt somit bei EUR 1,40 (Berechnungsbasis: EUR 1,30 je kg).

Dauer der Privaten Lagerhaltung noch unklar

Wie sich die Preise in den kommenden Tagen und Wochen im Inland entwickeln werden, ist derzeit schwer vorhersagbar und hängt mit der Ungewissheit über die Dauer der Privaten Lagerhaltung (PLH) zusammen. Diesbezüglich lässt sich Brüssel nicht in die Karten schauen. Es wird allerdings angenommen, dass das Ende der PLH näher rückt. Etwas mehr Klarheit in diese Richtung könnte am kommenden Donnerstag die Sitzung des zuständigen EU-Verwaltungsausschusses bringen. "Wenn jetzt für Deutschland die Exporttüren wieder mehr aufgehen, dürfte einer Preisstabilität aber nichts im Wege stehen ", erklärt Dr. Schlederer von der Österreichischen Schweinebörse (Quelle: AIZ).


Aktualisiert am: 16.02.2011 12:40
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