EU-Schweinemarkt: Stabile bis freundliche Stimmung am Markt

Stabile bis leicht steigende Notierungen prägen diese Woche den EU-Schweinemarkt. Die österreichische Notierung legt 2 Cent zu.
Die Fleischverarbeiter werden sich in nächster Zeit auf das Ostergeschäft konzentieren und mit Schweinefleisch eindecken. Es kann daher angenommen werden, dass das Angebot an Schweinen weiterhin zügig nachgefragt wird.
Die Fleischverarbeiter werden sich in nächster Zeit auf das Ostergeschäft konzentieren und mit Schweinefleisch eindecken. Es kann daher angenommen werden, dass das Angebot an Schweinen weiterhin zügig nachgefragt wird.
Ein nicht drückendes Angebot findet von Nord bis Süd problemlos Platz am Markt. Den positiven Trend legte Deutschland mit einem Plus von 2 Cent vor. Dänemark weist eine unveränderte Notierung auf, ist als "Global Player " aber mit der Entwicklung im Export nicht unzufrieden, denn der Mitbewerber Brasilien kann zurzeit wegen der harten Währung seine Preisvorteile nicht so gut ausspielen. In Deutschland (+2 Cent) stimuliert das dänische Schlachthofinvestment sowohl den Wettbewerb als auch die Preisentwicklung. Einen ersten bitteren Beigeschmack liefert die Private Lagerhaltung von Schweinefleisch schon jetzt: Kaum ist die Einlagerung beendet, richtet sich der Blick der Schlachtunternehmen auf die Auslagerung ab Anfang Mai.

Weiterhin lebhafte Nachfrage von den Schlachtbetrieben

Am deutschen Schlachtschweinemarkt herrschten laut Dow Jones News in der vergangenen Woche insgesamt ausgeglichene Angebots- und Nachfrageverhältnisse vor. Das wieder umfangreicher ausfallende Angebot konnte zügig und vollständig abgesetzt werden, wie die Landwirtschaftskammer Niedersachsen mitteilte. Auch in der weiteren Entwicklung rechnen die Marktbeteiligten mit einer flotten Nachfrage.

Schlachtschweine können problemlos vermarktet werden

Die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) schätzt die weiteren Marktaussichten durchaus positiv ein. Schlachtschweine seien bei den Abnehmern auch in größeren Stückzahlen gut zu platzieren. Die milden Temperaturen könnten womöglich das erste Grillfleisch in die Auslagen der Fleischtheken und in die Einkaufstaschen der Verbraucher bringen, betont die ISN.

Österreich: Schlachtschweinemarkt geräumt

Preisaggressive Aktionen im Lebensmitteleinzelhandel haben ihren Teil dazu beigetragen, dass der Schlachtschweinemarkt in Österreich geräumt werden konnte. Auch der zunehmende Bedarf an Osterschinken belebt den Absatz, berichtet die Schweinebörse. Lediglich Fleischexporteure klagen über nicht kostendeckende Erlöse. Das frische Angebot erreicht im Inland mit Mühe ein Durchschnittsniveau, daher mussten die Abnehmer ein Plus von 2 Cent zur Kenntnis nehmen. Auch hierzulande wird in den kommenden Tagen kein zunehmendes Angebot erwartet, weshalb auch heimische Experten von zumindest stabilen Verhältnissen ausgehen (Quelle: AIZ).


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Aktualisiert am: 29.03.2011 20:25
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