EU-Schweinemarkt: Stabile Verhältnisse in den meisten EU-Ländern

Der europäische Schlachtschweinemarkt präsentiert sich in der neuen Schlachtwoche stabil bis leicht steigend. Nach Ostern erwartet die ISN steigende Erzeugerpreise.
Das Angebot an schlachtreifen Schweinen wird von den Schlachthöfen derzeit sehr gut nachgefragt. Grillwetter könnte sich positiv auf die Schweinepreise auswirken.
Das Angebot an schlachtreifen Schweinen wird von den Schlachthöfen derzeit sehr gut nachgefragt. Grillwetter könnte sich positiv auf die Schweinepreise auswirken.
Mit Ausnahme von Frankreich (+ 5 Cent) wird quer durch die EU unverändert notiert. In Deutschland (+/- 0 Cent) wurde mit einem weiteren Preisanstieg geliebäugelt, der letztlich der Vorausschau auf die zwei fehlenden Schlachttage (Karfreitag und Ostermontag) zum Opfer fiel. EU-weit zeigt sich der Fleischmarkt relativ voll, während das Schlachtschweineangebot generell als nicht drückend beschrieben wird und somit primär für die Preisstabilität verantwortlich ist.

ISN erwartet nach Ostern einen deutlichen Anstieg der Erzeugerpreise in Deutschland

Wie am Schnürchen läuft die Vermarktung schlachtreifer Schweine in der Woche vor Ostern. Fehlende Schlachttage und Angebotsüberhänge sind in keiner Weise zu spüren. Die Nachfrage brummt nach anhaltend gutem Grillwetter am Wochenende und guter Wetterprognosen für die Osterfeiertage. Auch Edelteile sind mit Blick auf Ostern und die Spargelsaison gut nachgefragt. Spätestens nach Ostern werden die Erzeuger einen deutlichen Preisanstieg verzeichnen können, berichtet die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (Quelle: ISN).

Schlachtschweine: Ausgewogenes Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage in Österreich

Ausgewogene Verhältnisse in Österreich. Auch hierzulande konnte der Schlachtschweinemarkt in der abgelaufenen Woche problemlos geräumt werden, wenngleich am Fleischmarkt Unzufriedenheit überwiegt. In Ermangelung von grillfähigem Wetter herrschte bei grilltauglichem Frischfleisch eher Geschiebe. Das frische Angebot lag einige Prozent über Durchschnitt, trotzdem konnte es fast vollständig platziert werden. Vor diesem Hintergrund wurde der Preis auf unverändertem Vorwochenniveau festgelegt. Für die Woche nach Ostern wird mit einem geringeren Angebot gerechnet, welches im Einklang mit dem fehlenden Schlachttag am Ostermontag stehen dürfte. Von zumindest unveränderten Verhältnissen sollte demnach auszugehen sein (Quelle: VLV; Dr. Schlederer).


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Aktualisiert am: 19.04.2011 16:26
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