EU Schweinemarkt KW 38/39

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Die Afrikanische Schweinepest in Belgien verunsichert den europäischen Schweinemarkt.
Die Afrikanische Schweinepest in Belgien drückt den Schweinepreis. (Foto: Archiv)
Die Afrikanische Schweinepest in Belgien drückt den Schweinepreis. (Foto: Archiv)
Zur ohnehin saisontypischen Druckphase gesellt sich mit dem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen in Belgien ein weiterer Belastungsfaktor hinzu. Dies berichten Österreichbörse und Styriabrid in ihrem aktuellen Marktbericht. Die meisten asiatischen Länder haben die Importe von belgischem Schweinfleisch gestoppt, auch die Warenströme in andere EU Länder sind ins Stocken geraten. In der Konsequenz werden die belgischen Verkaufspreise soweit reduziert, bis das Geschäft doch zustande kommt. Dieses ASP induzierte Preisdumping animierte die deutschen Schlachtunternehmen weitere 4 Cent Abschlag zu fordern, dem die Erzeugerseite wegen hoher Angebotsmengen nichts entgegen zu setzen hatte.
In Österreich zeigt sich der Lebendmarkt zweigeteilt. Während im Süden kein Schwein zu viel ist, müssen in Ober- und Niederösterreich nennenswerte Stückzahlen in die neue Schlachtwoche geschoben werden. Maßgeblicher Grund dafür ist die reduzierte Schlachtaktivität einiger Abnehmer, die mit Verlustgeschäften am Fleischmarkt begründet wird. In der Erwartung den Abfluss der schlachtreifen Schweinepartien wieder zu beschleunigen wurde an der Ö-Börse der Preis ebenfalls um 4 Cent reduziert.
Die Mastschweine-Notierung für die Börsewoche von 20. bis 26. September ist somit bei 1,42 Euro (Berechnungsbasis: 1,32 Euro) je kg Schlachtgewicht.
(Quelle: Styriabrid/Ö-Börse)

Aktualisiert am: 21.09.2018 11:46