EU-Schweinefleischexporte: Gedämpfte Nachfrage nach Fleisch

Im vergangenen Jahr bewegten sich die Fleischexporte auf einem Rekordniveau. Für das aktuelle Jahr sind die Aussichten weltweit gedämpft. Vermarkter beklagten in den ersten beiden Monaten des neuen Jahres deutliche rückläufige Umsätze im Exportgeschäft.
Die EU-Ausfuhren an Schweinefleisch – inklusive Nebenprodukte und Lebendausfuhr – haben im Jahr 2008 mit 2,6 Millionen Tonnen Produktgewicht eine neue Rekordmarke erreicht (plus 34 Prozent gegenüber 2007). Die größten Ausfuhrposten waren gefrorenes Schweinefleisch, Innereien sowie Specke und Schlachtnebenprodukte. Zu letzterem zählen auch die in China so beliebten Schweineohren und -pfoten. Die mengenmäßig wichtigsten Auslandskunden waren Russland (764.000 Tonnen), Hongkong (454.000 Tonnen), gefolgt von Japan (236.000 Tonnen) und China (146.000 Tonnen).

Rückläufige Nachfrage nach Schweinefleisch

Deutsche Vermarkter beklagten in den ersten beiden Monaten des neuen Jahres deutliche rückläufige Umsätze im Exportgeschäft. Der Handel wurde durch Mengeneinbrüche, ausgedehnte Zahlungsziele, Reklamationen und Preisdruck erschwert. Osteuropa bleibt jedoch ein wichtiger Absatzmarkt für deutsche Exporteure. Dort wurden die Schweinebestände massiv abgestockt, so dass ein hoher Importbedarf besteht. Für die deutschen Fleischexporteure sind die Wettbewerbsaussichten daher mittel- bis langfristig gut.


Autor:
Aktualisiert am: 06.03.2009 10:08
Landwirt.com Händler Landwirt.com User