EU-Schweinefleischexport deutlich über Vorjahresniveau

Die Schweinefleischexporte der Europäischen Union sind im ersten Halbjahr gegenüber der Vergleichsmenge des Jahres 2009 deutlich gestiegen.
Gegenüber dem Vorjahreszeitraum konnte die EU dieses Jahr ihren Schweinefleischexport um 11% steigern.
Gegenüber dem Vorjahreszeitraum konnte die EU dieses Jahr ihren Schweinefleischexport um 11% steigern.
Wie aus einer aktuellen Übersicht der Europäischen Kommission hervorgeht, wurden von Januar bis Juni 2010 bezogen auf das Produktgewicht insgesamt 1,251 Mio t Schweinefleisch einschließlich lebender Tiere und Wurstwaren aus der Gemeinschaft nach Drittstaaten exportiert; das waren etwa 125.000 t oder gut 11 % mehr als in der ersten Hälfte des Vorjahres. Im gesamten Jahr 2009 hatte der EU-Schweinefleischexport vor allem aufgrund einer schwächeren Nachfrage der asiatischen Einfuhrländer um fast 185 000 t oder mehr als 7 % auf gut 2,38 Mio t abgenommen. Die Russische Föderation, die als wichtigster Kunde ihre Bezüge 2009 nur geringfügig gedrosselt hatte, erhöhte diese im Berichtshalbjahr um annähernd 16 % auf 383 300 t. Die EU-Schweinefleischlieferungen nach Hongkong legten zuletzt wieder kräftig zu, und zwar um mehr als 14 % auf 210 000 t. Chinas Einfuhren, die 2009 spürbar gestiegen waren, nahmen um weitere 5 % auf 84.800 t zu. Japan, das die Einkäufe von europäischem Schweinefleisch im vorigen Jahr um mehr als ein Fünftel gedrosselt hatte, steigerte die Nachfrage im laufenden Jahr bis einschließlich Juni um fast 13 % auf rund 112.500 t. Die Lieferungen nach Südkorea gingen dagegen weiter zurück, nämlich um 2 % auf 52.200 t. Sehr dynamisch entwickelte sich der EU-Export von Schweinefleisch in Richtung Philippinnen, die Importe auf 44.800 t steigerten, was mehr als einer Verdreifachung entsprach. Weiter an Bedeutung als Absatzmarkt für Schweinefleisch aus der EU gewonnen hat auch Australien, das gut 25.500 t bezog.


Aktualisiert am: 10.09.2010 08:34
Landwirt.com Händler Landwirt.com User