EU-Kommission setzt ersten Schritt zur Erhöhung der Milchpreis-Transparenz

Die EU-Kommission will mehr Preistransparenz am Milchmarkt schaffen und damit einer Forderung der sogenannten "High-Level-Group " nachkommen. Es sind regelmäßige Preismeldungen für Molkereiprodukte vorgesehen.
Die EU-Kommission will mehr Preistransparenz am Milchmarkt schaffen. Es sind regelmäßige Preismeldungen für Molkereiprodukte vorgesehen.
Die EU-Kommission will mehr Preistransparenz am Milchmarkt schaffen. Es sind regelmäßige Preismeldungen für Molkereiprodukte vorgesehen.
Bei der jüngsten Sitzung des Einheitlichen Verwaltungsausschusses in Brüssel wurde unter anderem auch die Änderung der Verordnung (EG) Nr. 562/2005 der gegenseitigen Mitteilungen der Mitgliedstaaten und der Kommission im Sektor Milch und Milcherzeugnisse beschlossen. Sie sieht regelmäßige Preismeldungen für verschiedene Molkereiprodukte vor, wie die AMA mitteilt. Die geänderte Verordnung tritt mit 01.08.2010 in Kraft.

Wöchentliche Meldungen
Konkret müssen wöchentlich die Preise "ab Werk " für Butter, Butteröl, bestimmte Käsesorten (Cheddar, Gouda, Edamer, Emmentaler), Molken-, Magermilch- und Vollmilchpulver an die EU-Kommission gemeldet werden, wenn die Gesamtmenge des Produktes im Mitgliedsland den Anteil von 1 % an der EU-Erzeugung übertrifft. Bei den oben angeführten Käsesorten besteht weiters eine Meldeverpflichtung, wenn die Sorte die Schwelle von 4 % an der nationalen Käseproduktion übersteigt.

Magermilchpulver für Futter
Für Kasein und Magermilchpulver für Futterwecke muss darüber hinaus eine monatliche Meldung an die EU-Kommission erfolgen, wenn der Anteil der nationalen Produktion die Schwelle von 2 % an der gesamten EU-Erzeugung überschreitet. Für Käse gilt eine zusätzliche Regelung, die besagt, dass Preise für jene Sorten monatlich gemeldet werden müssen, die den Anteil von 8 % an der nationalen Käseproduktion übersteigen. Die "High-Level-Group Milch " wurde bekanntlich im Oktober 2009 auf Initiative der EU eingeführt. In dieser Arbeitsgruppe soll über Auswege und eine Hilfe für die Milchproblematik sowie über eine Nachfolgeregelung für die Milchquote nachgedacht werden. (aiz)


Aktualisiert am: 20.04.2010 17:03
Landwirt.com Händler Landwirt.com User