EU: Fleischkennzeichnung wird debattiert

Von verschiedenen Seiten wurde die Forderung nach zusätzlichen Informationen für den Verbraucher von Fertigprodukten aufgrund des Pferdefleischskandals erhoben. Die EU-Kommission winkt ab.
Pferdefleischskandal: Gegen die Vorschrift, dass bei Fertigprodukten die Fleischart angeführt werden muss, wurde verstoßen. Das hat eine EU-weite Debatte zur Fleischkennzeichnung zur Folge.
Pferdefleischskandal: Gegen die Vorschrift, dass bei Fertigprodukten die Fleischart angeführt werden muss, wurde verstoßen. Das hat eine EU-weite Debatte zur Fleischkennzeichnung zur Folge.
Die Art des Fleisches muss auf Fertigprodukten heute schon deklariert werden, erklärte EU-Verbraucherkommissar Tonio Borg kürzlich in Brüssel. Gegen diese Kennzeichnungspflicht für die Fleischart wurde verstoßen. Die Sicherheit des Konsumenten verbessere sich folglich nicht durch strengere Vorschriften, sondern nur durch ein striktes Vorgehen gegen Verstöße, betonte Borg. Auf Initiative der irischen Präsidentschaft treffen sich Landwirtschafts- und Umweltminister aus dem Vereinigten Königreich, Frankreich, Schweden, Rumänien, Schweden mit dem Verbraucherkommissar. Sie wollen vor allem Informationen austauschen.

Sicheres Lebensmittelsystem
"Das System der Lebensmittelsicherheit in der EU gehört zu den sichersten der Welt. Dank dieses Systems und seiner Möglichkeit, Produkte vollständig zurückzuverfolgen, sind die nationalen Behörden in der Lage, die Ursachen dieses Problems aufzudecken ", sagte Borg. Die Europäische Kommission werde die betroffenen EU-Staaten bei der Suche nach Ursachen und Verursachern des Skandals umfassend unterstützen, sicherte der Kommissar zu.
Danach werden Vertreter aller EU-Staaten das Thema zudem bei einer Sondersitzung des Ständigen Ausschusses für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit diskutieren. Die Kontrolle der Sicherheit von Lebensmitteln in der EU liegt in der Kompetenz und Verantwortung der nationalen Behörden. In England und Wales wurden inzwischen zwei Schlachthöfe geschlossen, weil sie möglicherweise ungekennzeichnetes Pferdefleisch geliefert haben. (AIZ)

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Aktualisiert am: 14.02.2013 13:22
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