EU: Entscheidung über Neonicotinoide wird verschoben

Über den Kommissionsvorschlag, wonach der Einsatz von Neonicotinoiden bei der Aussaat von sensiblen Kulturen wie Mais oder Raps verboten werden soll, soll nun erst Mitte März stattfinden.
Über den Kommissionsvorschlag, wonach der Einsatz von Neonicotinoiden bei der Aussaat von sensiblen Kulturen wie Mais oder Raps verboten werden soll, soll nun erst Mitte März stattfinden.
Über den Kommissionsvorschlag, wonach der Einsatz von Neonicotinoiden bei der Aussaat von sensiblen Kulturen wie Mais oder Raps verboten werden soll, soll nun erst Mitte März stattfinden.
Die EU-Mitgliedstaaten fordern mehr Zeit, bevor sie über Neonicotinoide abstimmen. Die ursprünglich für diese Woche vorgesehene Abstimmung im Ständigen Ausschuss für die Lebensmittelkette fand nicht statt. Eventuell Mitte März könne es soweit sein, vermutet der Sprecher von EU-Verbraucherkommissar Tonio Borg. Anwendungen für Zuckerrüben und Getreide sind im Kommissionsvorschlag vom Verbot ausgenommen. Mehrere Abgeordnete wiesen auf die Verluste für die Landwirte hin, wenn die Insektizide nicht mehr zur Verfügung stehen. EU-Agrarverbände haben Schäden von EUR 17 Mrd. durch ein Verbot vorgerechnet. Die Europäische Lebensmittelbehörde wiederholte dagegen ihre Zweifel an der Sicherheit der Neonicotinoide vor dem Parlament. Im Ständigen Ausschuss braucht der Vorschlag eine qualifizierte Mehrheit, um angenommen zu werden. ÖVP-Umweltsprecher Hermann Schultes argumentierte, dass nachweisbare Rückstände von Pflanzenschutzmitteln bei österreichischen Lebensmitteln bis auf sehr seltene Ausnahmen unter den als zulässig geltenden Grenzwerten liegen. Der Grund dafür liege in den verpflichtenden Auflagen zum Schutz der Bienen bei der Aussaat.

Aktualisiert am: 27.02.2013 11:03
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