EU-Bauernvertretung Copa/Cogeca: Handlungsbedarf im Milchbereich gegeben

In einer Aussendung machen die Dachverbände der EU-Bauern und ihrer Genossenschaften (Copa und Cogeca) darauf aufmerksam, dass dringender Handlungsbedarf in Bezug auf die Krise am Milchsektor herrscht. Ihre Forderungen richten sie dabei an die EU- Kommission sowie den europäischen Rat.
Bei der Milchkrise scheint kein Ende in Sicht. Copa und Cogeca fordern gezielte Maßnahmen von der Kommission.
Bei der Milchkrise scheint kein Ende in Sicht. Copa und Cogeca fordern gezielte Maßnahmen von der Kommission.
"Die Schärfe der Krise im Milchsektor lässt nicht nach - mit Erzeugerpreisen, die sich gerade noch auf dem Niveau des Jahres 1993 halten. Die Kommission kann nicht länger zuwarten. Es ist absoluter Handlungsbedarf in Bezug auf die Intervention und anderweitige Maßnahmen gemäß dem vom Rat erteilten Mandat gegeben ", betonten die Dachverbände der EU-Bauern und ihrer Genossenschaften (Copa und Cogeca) in einer Aussendung.

Forderung nach gezielter Absatzförderung
"Diese ungewöhnlich schwere Krise wird nicht am 31.12.2009 von der Bildfläche verschwunden sein. Der Rat muss folglich Kohärenz an den Tag legen und für 2010 einen Haushaltsvorschlag unterbreiten, mit dem das Überleben des Milchsektors gewährleistet werden kann ", sagte Copa-Präsident Padraig Walshe. Copa und Cogeca fordern ebenfalls von der Kommission Maßnahmen zur Belebung des Verbrauchs. "Milcherzeugnisse gehören zu unserer Ernährungskultur. Die europäischen Landwirte und ihre Genossenschaften können sich nicht damit abfinden, ihr Produktionspotenzial zurückzufahren. Absatzförderung für Milcherzeugnisse ist dringend geboten ", betonte Cogeca-Präsident Gert Van Dijk.

Gute Diskussionsbasis
Schließlich werden von der Kommission unter Bezugnahme auf die Markttransparenz und einen fairen Wettbewerb mittelfristige Überlegungen vorgeschlagen. Für Copa und Cogeca handelt es sich um eine gute Diskussionsbasis. "Der Agrarrat muss deutliche Signale für ein faires Wettbewerbsverhältnis auf dem Markt für Milchprodukte setzen. Hierzu ist für Transparenz der Preise und Gewinnspannen zu sorgen. Es bedarf einer Stärkung der Position der Landwirte, die das schwächste Glied der Kette sind. Zudem muss die Frage des Analog-Käses geregelt werden, um eine weitere Irreführung der Verbraucher zu vermeiden ", so Walshe und Van Dijk. (AIZ)


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Aktualisiert am: 09.09.2009 16:53
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