EMB will Milch bündeln

Die MEG Milch Board, das Französische Milkboard und die Milcherzeuger Interessengemeinschaft Belgien haben sich zum Aktionsbündnis „Internationale Bündelungskommission der Milcherzeuger zusammengeschlossen.
Das Ziel der Bündelung ist es, die Möglichkeit für Erzeuger gebündelt in Gemeinschaften zu verhandeln.
Das Ziel der Bündelung ist es, die Möglichkeit für Erzeuger gebündelt in Gemeinschaften zu verhandeln.
Die Aufgaben, welche sich das Aktionsbündnis gegeben hat, sind laut einer Presseaussendung des European Milk Board (EMB) eng an das Milchpaket der Europäischen Union (EU-VO 261/2012) angelehnt.
„Die Milcherzeuger werden in Zukunft bei Bündelungsfragen noch intensiver und vor allen Dingen länderübergeifend zusammen arbeiten“, stellte Sieta van Keimpema, Vizepräsidentin des European Milk Board (EMB), das Aktionsbündnis vor. In der Internationalen Bündelungskommission der Milcherzeuger werden zunächst die deutsche Organisation MEG Milch Board w.V., das Milkboard aus Frankreich und die MIG – Milcherzeuger Interessengemeinschaft aus Belgien kooperieren. Ihr Ziel sei es, die Bündelung der Erzeuger, d. h. die Möglichkeit für Erzeuger gebündelt in Gemeinschaften zu verhandeln, europaweit voran zu treiben.

Grenzüberschreitende Erzeugerorganisationen
„In der Internationalen Bündelungskommission der Milcherzeuger werden wir die Möglichkeiten, die das Milchpaket zur Bündelung jetzt schon bietet, für die Produzenten ausloten und nutzen. Es wird hier ein reger Informationsaustausch stattfinden, wir werden bei der Ausarbeitung von Modellverträgen kooperieren und es werden Initiativen zur Gründung grenzüberschreitender Erzeugerorganisationen unterstützt“, so Rainer von Hößlin, Geschäftsführer der MEG Milchboard w.V. Positiv im Milchpaket sei, dass es nun eine gemeinsame Linie bezüglich der Gründung und Anerkennung von Erzeugergemeinschaften gebe. Somit dürfe die Bündelung auch in Ländern stattfinden, in denen es vorher gesetzlich nicht möglich war. Und sie dürfe auch grenzüberschreitend erfolgen. Die Bildung von Erzeugergemeinschaften über nationale Grenzen hinaus könne ein Gleichgewicht zu rasant fortschreitenden Fusionen auf Molkereiebene darstellen.

Verhandlungen auch mit Genossenschaften
Es müsse aber auch bemerkt werden, dass sich einige Bestimmungen des Milchpakets zum Nachteil der Erzeuger auswirken. So dürfe Milch, die einer Lieferung an Genossenschaften unterliegt, nicht verhandelt werden. Damit bleibe Genossenschaftsmitgliedern die Chance auf einen fairen Milchpreis verwehrt. Hier müsse Brüssel nachbessern. Des Weiteren müsse Brüssel klarstellen, dass eine Doppelmitgliedschaft der Erzeuger – die Mitgliedschaft in einer Genossenschaft sowie in einer verhandelnden Erzeugerorganisation – sowohl nach europäischer als auch nach nationaler Gesetzgebung möglich ist.
„Die Erzeuger übernehmen mit der Gründung der Internationalen Bündelungskommission der Milcherzeuger Verantwortung, um das Ungleichgewicht zwischen Erzeuger und Verarbeiter am Markt zu verringern. Doch die politischen Rahmenbedingungen müssen dafür stimmen. Die EU-Politik kann sich da ihrer Verantwortung nicht entziehen“, fasste Sieta van Keimpema zum Abschluss der Pressekonferenz die Botschaft der Internationalen Bündelungskommission der Milcherzeuger noch einmal zusammen.

Hier finden Sie die Aufgaben, die sich die Bündelungskommission gestellt hat.


Aktualisiert am: 11.08.2012 15:16
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