EHEC-Krise: Schadensersatzsumme wird ohne Kürzungen ausbezahlt

EU Verwaltungsausschuss erhöht die EHEC-Schadensersatzsumme auf 227 Mio. €. Die Summe der Auszahlungen wird ohne Kürzungsfaktor an die Landwirte weitergegeben. Den österreichischen Gemüsebauern wird die Schadenssumme von 2,23 Mio. € vollständig ersetzt.
Die österreichischen Gemüsebauern können nach der EHEC-Krise wieder aufatmen.
Die österreichischen Gemüsebauern können nach der EHEC-Krise wieder aufatmen.
Nach langen Verhandlungsrunden in den vergangenen Wochen wurde endlich ein zufriedenstellendes Ergebnis für die Gemüsebauern Europas erzielt. Die Europäische Kommission hat nun einen Entwurf für die Änderung der entsprechenden Verordnung vorgelegt. Dieser Entwurf sieht eine Aufstockung der zur Verfügung gestellten EU-Mittel auf 227 Mio. Euro vor. „Daraus ergibt sich, basierend auf den eingemeldeten Zahlen der EU-Mitgliedstaaten, dass kein Kürzungsfaktor zur Anwendung bei der Auszahlung kommt“, betont Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich. Die AMA hat die gemeldeten und nachgewiesenen Verlustwerte der österreichischen Gemüsebauern in einer Höhe von 2,23 Mio Euro an die EU gemeldet und dieser Wert wird nun zur Gänze zur Auszahlung gelangen. „Ein wichtiges Signal für unsere Gemüsebauern, die absolut unschuldig zum Handkuss kamen! Das Vertrauen der österreichischen Konsumenten in unser heimisches Gemüse konnte sehr schnell wieder hergestellt werden und die Verkaufszahlen haben sich mittlerweile wieder normalisiert. Trotzdem darf man nicht vergessen wie viele Tonnen gesunden heimischen Gemüses vollkommen umsonst vernichtet wurden“, unterstreicht der Landwirtschaftsminister.


Aktualisiert am: 29.07.2011 08:37
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