Donau Soja: Nachhaltige und Gentechnik-freie Eiweißversorgung für Europa

Soja ist eine der zentralen Herausforderungen für eine eigenständige europäische Eiweißversorgung. Als Ergebnis des 1½- tägigen Donau Soja Symposiums in Wien wurde die „Donau Soja Erklärung“ verabschiedet.
Markus Schörpf (ARGE Gentechnik-frei), Andreas Liegenfeld (Agrarlandesrat BGL), Bayerns Agrarminister Helmut Brunner, Stephan Pernkopf (Agrarlandesrat NÖ), Franz Windisch (Präsident der LK Wien) und Obmann Matthias Krön nach der Unterzeichnung der "Donau Soja Erklärung".
Markus Schörpf (ARGE Gentechnik-frei), Andreas Liegenfeld (Agrarlandesrat BGL), Bayerns Agrarminister Helmut Brunner, Stephan Pernkopf (Agrarlandesrat NÖ), Franz Windisch (Präsident der LK Wien) und Obmann Matthias Krön nach der Unterzeichnung der "Donau Soja Erklärung".
Die „Donau Soja Erklärung“ definiert den notwendigen Fahrplan für die Umsetzung des Soja-Anbauprogramms in den Regionen entlang der Donau. Gentechnik-Freiheit, Rückverfolgbarkeit, regionaler Anbau und nach¬haltige Produktion sind die zentralen Qualitätsstandards des Donau Sojas, das einen wichtigen Beitrag für eine eigenständige europäische Eiweißversorgung leisten soll.

Donau Soja
Rund 270 hochkarätige Gäste aus Österreich, Deutschland und den Donauländern – von Bayern bis zum Schwarzen Meer – nahmen am Donau Soja Symposium in Wien teil. Internationale Keynote-Speaker, darunter Ex-Landwirtschaftskommissar Franz Fischler, die Biologin Christine von Weizsäcker und führende Politiker, Wirtschaftstreibende und NGOs aus der Donauregion versammelten sich, um 1½ Tage die vielschichtigen Facetten des Donau Soja Programms zu diskutieren.
Mit der Verabschiedung der „Donau Soja Erklärung“ wurden die Weichen für Anbau, Kontrolle und Vermarktung von Donau Soja gestellt und die notwendigen politischen Rahmenbedingungen festgelegt.

„Europas Eiweißpolitik braucht einen neuen Kurs. Die Nachfrage nach Gentechnik-freiem Soja steigt europaweit – sowohl bei Speisesoja, als auch in der Futtermittelindustrie. Derzeit importiert Europa rund 23 Mio. Tonnen Sojaschrot und 12,5 Mio. Tonnen Sojabohnen aus Übersee – eine fatale Abhängigkeit! Hier wollen wir mit dem Donau Soja Programm gezielt gegensteuern – und im konstruktiven Schulterschluss zwischen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft die Investition in die Produktion von nachhaltigem und Gentechnik-freiem Soja aus der Donauregion verstärken,” erklärte Matthias Krön, Obmann und Initiator der neu gegründeten Initiative Donau Soja bei der Vorstellung der Donau Soja Erklärung.

Ziel des Projekts
Ziel ist es, den Soja-Anbau in der Donauregion in den nächsten fünf Jahren auf rund fünf Mio. Tonnen auszuweiten. Die vielfältigen Details zum Potenzial der einzelnen Anbauregionen wurden beim Symposium in umfangreichen Länderreports präsen¬tiert.

Das Internationale Donau Soja Symposium wurde gemeinsam vom Verein Donau Soja, dem Verein Soja aus Österreich und der ARGE Gentechnik-frei veranstaltet und von Partnern aus Politik und Wirtschaft unterstützt.

Aktualisiert am: 07.09.2012 11:57
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