Direktvermarktung von Milch und Milcherzeugnissen melden

Bis 14.05.2011 müssen die Meldungen über die im Quotenjahr 2010/2011 direkt vermarkteten Mengen an Milch und Milchprodukten an die Agrarmarkt Austria (AMA) übermittelt werden. Aus diesem Grund erhalten in den nächsten Tagen alle Inhaber einer D-Quote von der AMA ein personalisiertes Meldeformular und eine Ausfüllanleitung zugesendet.
Bis zum 14. Mai haben alle D-Quoten Besitzer wieder Zeit ihre Menge an vermarkteten Milch und Milcherzeugnissen zu melden.
Bis zum 14. Mai haben alle D-Quoten Besitzer wieder Zeit ihre Menge an vermarkteten Milch und Milcherzeugnissen zu melden.
Um den Aufwand für die betroffenen Landwirte für die Meldung der Direktvermarktung so gering wie möglich zu halten, besteht auch heuer wieder unter www.eama.at die Möglichkeit der Online-Meldung.

Benutzerfreundlichkeit ausgebaut
"Nachdem im Jahr 2010 bereits mehr als 40% der Meldungen über den elektronischen Weg erfolgt sind, haben wir diese Meldeschiene weiter ausgebaut. So wird zum Beispiel zur Umrechnung der Produkt-kg in Milch-kg im Sinne höherer Nutzerfreundlichkeit automatisch ein Standardfaktor vorgeschlagen, der jedoch bei betriebsspezifischen Abweichungen durch den Benutzer wieder abgeändert werden kann. Nach erfolgter Übermittlung kann die Meldung jederzeit bequem online unter dem Menüpunkt "Meldungen abrufen" eingesehen oder auch ausgedruckt werden", berichtet Günter Griesmayr, Vorstandsvorsitzender der AMA.

Was fällt unter „Direktvermarktung“?
Unter "Direktverkauf" ist laut AMA die "unentgeltliche Überlassung oder der Verkauf von Milch oder in Milchäquivalent umgerechneten Milcherzeugnissen an den Verbraucher ohne Einschaltung eines behandelnden oder verarbeitenden Unternehmens" zu verstehen. Ein Direktverkauf liegt vor, wenn die Milch am landwirtschaftlichen Betrieb erzeugt, dort behandelt, bearbeitet oder verarbeitet wird und dann direkt zum menschlichen Verbrauch an Konsumenten oder an Einzelhändler, Großhändler, Großverbraucher sowie an Betreiber von Käsereifungs- und Käseverpackungseinrichtungen abgegeben wird. Seit dem Quotenjahr 2004/2005 gilt auch die Lieferung von Käse oder Bauernbutter an einen Käufer (Molkerei) als Direktvermarktung. Betriebe, die Milcherzeugnisse (beispielsweise Rahm) einsetzen, aber keine Molkereiprodukte herstellen (Bäckereien), gelten als Großverbraucher. Auch die Abgabe von Milch an andere Landwirte zur Verfütterung stellt eine Abgabe an Großverbraucher dar, betont die AMA. Die Verwendung von Milch(produkten) im eigenen Haushalt und die Verfütterung an Tiere im eigenen Betrieb gelten nicht als Direktvermarktung.

Quote für Direktverkäufe notwendig
"Jede Form der Vermarktung von Milch bedarf einer Quote. Soweit keine ausreichende Quote für Direktverkäufe (D-Quote) zugeteilt ist, kann mittels Handelbarkeit oder Leasing eine solche erworben beziehungsweise erhöht werden. Über die direkt vermarkteten Mengen an Milch(produkten) müssen tägliche Aufzeichnungen geführt werden. Bei einem Direktverkauf ohne entsprechende Quote ist die volle Überschussabgabe (Zusatzabgabe) zu entrichten", informiert die AMA. Weitere Auskünfte zu diesem Thema sind unter E-Mail: quoten.milch(at)ama.gv.at zu erhalten. (AIZ)

Autor:
Aktualisiert am: 29.03.2011 17:50
Landwirt.com Händler Landwirt.com User