Direktvermarktung: Klasse statt Masse

Bei einem Klasseprodukt ist die Qualität oberstes Gebot. Es ist mit Massenware nicht mehr zu vergleichen, und darum darf der Preis sich ungeniert an den tatsächlichen Produktionskosten orientieren und nicht am Preisniveau beim Mitbewerber.
Die wichtigste Voraussetzung für den Erfolg eines Klasseproduktes ist eine Idee, hinter der Sie 100 %ig stehen.
Die wichtigste Voraussetzung für den Erfolg eines Klasseproduktes ist eine Idee, hinter der Sie 100 %ig stehen.
Ob Apfelsaft aus chinesischem Konzentrat, holländische Tomaten oder industriell erzeugte Marmelade – Massenprodukte sind auf dem hiesigen Lebensmittelmarkt nicht gerade Mangelware. Die Qualität ist standardisiert und oft nicht die beste.
Die hofeigene Verarbeitung ist in aller Regel keine Massenproduktion. Und doch ist bei vielen Landwirten der Gedanke tief verankert: „Mein Produkt darf nicht teurer sein als beim Nachbarn.“ Es wird möglichst kostensparend produziert. Das Ergebnis ist z. B. ein Fruchtaufstrich, der preislich aufgrund der geringen Produktionsmenge mit dem Supermarkt nicht Schritt halten kann, und sich qualitativ nicht deutlich genug vom industriell erzeugten Produkt unterscheidet. Bei einem Klasseprodukt ist die Qualität das wichtigste Argument. Der Preis darf sich an den tatsächlichen Produktionskosten orientieren.

Die Autorin Katja BRUDERMANN, St. Peter (D) stellt in ihrem Artikel einen rechnerischen Vergleich zwischen einem Standard- und einem Klasseprodukt an. Warum sich so eine Aufstellung lohnt erfahren Sie in dem Beitrag in der Ausgabe 9/2012 des fortschrittlichen Landwirts.

Aktualisiert am: 18.04.2012 11:59
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